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Makaberes „Sonderangebot“ von Putin? Russische Rekruten können laut Insider gratis zur Samenbank

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Von: Florian Naumann

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Wladimir Putin Ende Dezember in St. Petersburg.
Wladimir Putin Ende Dezember in St. Petersburg. © IMAGO/Alexei Danichev

Russische Rekruten müssen im Ukraine-Krieg um ihr Leben bangen. Nun gibt es ein „Sonderangebot“ von einem Minister Wladimir Putins. Womöglich mit Hintergedanken.

Moskau – Russland benötigt laufend weitere Soldaten für den Angriffskrieg in der Ukraine – offenbar gibt es für Rekruten nun auch etwas makaber erscheinende „Sonderangebote“: Im Zuge von Wladimir Putins Teilmobilisierung in den Krieg gesandte Männer können laut einem Insider mittlerweile ihr Sperma gratis einfrieren lassen, berichtet merkur.de.

Russland im Ukraine-Krieg: Ministerium zahlt Rekruten nun offenbar die Samenbank

„Das russische Gesundheitsministerium hat festgelegt, die kostenlose Konservierung und Aufbewahrung von Keimzellen von Bürgern, die für die Teilnahme an der militärischen Spezialoperation mobilisiert wurden, durch die Finanzierung aus Haushaltsmitteln zu ermöglichen“, sagte der Leiter der russischen Anwaltsvereinigung, Igor Trunow, am Mittwoch der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Trunow vertritt Klienten, die ihre Samen einfrieren lassen wollten.

Bereits zuvor hatte es Medien berichtet, die Nachfrage bei den Samenbanken habe mit der Mobilmachung deutlich zugenommen. Der mutmaßliche Grund: Künftige Soldaten wollen auf diesem Wege wohl zumindest ihren Nachwuchs sichern. Ein möglicher Grund für das gesteigerte staatliche Interesse an diesem Schritt: Russland steht vor einem demografischen Problem. Die Bevölkerungszahl dürfte auch nach Einschätzung der UN in den nächsten 25 Jahren spürbar schrumpfen. Der Verlust vieler junger Männer könnte es noch verschärfen.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg bleiben große Unbekannte

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums vom Herbst sind rund 6000 russische Soldaten im Ukraine-Krieg ums Leben gekommen. Die Ukraine hat die russischen Verluste hingegen am Mittwochmorgen (28. Dezember) auf genau 103.770 Soldaten geschätzt – darunter allein 500 Gefallene am vorangegangenen Tag. Beide Versionen sind nicht unabhängig verifizierbar. Die wahre Zahl dürfte irgendwo zwischen diesen beiden Extremen liegen.

Allerdings hatte es auch in Russland im Herbst öffentliche Debatten über verlustreiche Missionen im Ukraine-Krieg gegeben. Zuletzt war auch zu lesen, die Söldnertruppe Wagner schicke unerfahrene Soldaten mit Leitung vor allem durch Tablets ins Feld. Die Ukraine berichtete am Mittwoch von einer russischen Deserations-Welle in der umkämpften Oblast Luhansk. Auch diese Angaben bleiben aber unbestätigt. (fn/dpa)

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