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Krieg mit Russland: Video soll Kriegsverbrechen ukrainischer Soldaten zeigen

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Von: Daniel Dillmann

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Aus dem Ukraine-Krieg gibt es immer wieder Meldungen über Folter und Hinrichtungen. Ein neues Video soll die Erschießung von russischen Gefangenen zeigen.

Kiew - Neue Filmaufnahmen, angeblich aus dem Ukraine-Krieg, machen auf Twitter die Runde. Es soll ein Kriegsverbrechen der ukrainischen Armee an Gefangenen zeigen. Auf einem Video ist die Erschießung von Personen mit russischen Uniformen zu sehen, ein anderes zeigt offenbar dieselben Personen, wie sie blutend auf dem Boden liegen. Zuerst darüber berichtet hatte das Nachrichtenportal Nexta in seinem Twitter-Kanal.

Der Aufnahmeort soll nach Angaben aus Russland nahe Makiivka liegen, eine Stadt der Ukraine in direkter Nachbarschaft zur Goßstadt Donezk. In einem Video ist zu sehen, wie eine unbewaffnete Gruppe russischer Soldaten aus einem Gebäude kommt, die Hände erhoben. Dahinter scheint ein bewaffneter Mann aus dem Gebäude zu rennen. Anschließend wird wohl das Feuer auf die Gefangenen eröffnet.

Ukraine-Krieg: Video soll Erschießung russischer Kriegsgefangener zeigen

Die Echtheit des Videos aus dem Ukraine-Krieg lässt sich nicht verifizieren. Allerdings äußerten sich auch die Vereinten Nationen zu den Aufnahmen und bestätigten die Echtheit. Das meldet unter anderem der US-Nachrichtensender CNN. Man würde nun prüfen, ob die Aufnahmen Kriegsverbrechen der ukrainischen Soldaten dokumentieren würden.

Soldaten der Ukraine im Krieg gegen Russland. (Symbolbild)
Soldaten der Ukraine im Krieg gegen Russland. (Symbolbild) © Roman Chop/dpa

Ob es sich bei den im Video dokumentierten Erschießungen um eine Verletzung der Genver Konvention durch die Ukraine handelt, ist unklar. Sollte es sich bei dem bewaffneten Mann um einen russischen Soldaten handeln, würde dies bedeuten, er hätte sich nur als Kriegsgefangener ausgegeben und damit selbst gegen die Konvention verstoßen. Augenscheinlich trägt der Mann auf einem Screenshot, den Nexta veröffentlichte, keine russische Uniform.

Ukraine-Krieg: Immer wieder neue Kriegsverbrechen gemeldet

Im Verlauf des Ukraine-Konflikts wurden bereits zahlreiche Verstöße gegen die Genver Konvention gemeldet. Sowohl Soldaten aus Russland als auch aus der Ukraine sollen wiederholt Kriegsgefangene gefoltert haben, Gebiete und Meere vermint und Exekutionen durchgeführt haben. Besondere Aufmerksamkeit erhielt ein mutmaßliches Massengrab in der Region Butscha. Dort soll die russische Armee Massenhinrichtungen durchgeführt haben. Ein ehemaliger Soldat Moskaus, der desertierte, will nun bei den Ermittlungen zu den Ereignissen in Butscha helfen. (Daniel Dillmann)

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