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Heftige Kritik an Schröder nach Ukraine-Äußerungen: „Eines Altkanzlers unwürdig“

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Von: Nail Akkoyun

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Altkanzler Gerhard Schröder wirft der Ukraine „Säbelrasseln“ vor, die Kritik lässt nicht lange auf sich warten. Nicht nur aus der Opposition werden Stimmen laut.

Kassel – SPD-Altkanzler Gerhard Schröder hat mit seinen jüngsten Äußerungen zur Ukraine-Krise für reichlich Kritik gesorgt. Das Verhalten Schröders sei „nur noch peinlich und eines Altkanzlers unwürdig“, sagte der Hamburgische CDU-Landeschef Christoph Ploß im Gespräch mit dem Spiegel. Zudem forderte Ploß Schröder dazu auf, sein Büro im Bundestag zu räumen.

Zuvor hatte der Altkanzler der Ukraine „Säbelrasseln“ vorgeworfen. „Denn was ich dort vernehmen muss, auch an Schuldzuweisungen an Deutschland, wegen der ja vernünftigen Absage an Waffenlieferungen, das schlägt manchmal doch dem Fass den Boden aus“, sagte Schröder in seinem Podcast „Die Agenda“.

Nach seinen Vorwürfen gegenüber der Ukraine steht Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) in der Kritik. (Archivfoto)
Nach seinen Vorwürfen gegenüber der Ukraine steht Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) in der Kritik. (Archivfoto) © Stefan Boness/Imago

Altkanzler Schröder kritisiert Ukraine-Besuch von Außenministerin Baerbock

Auch Thorstein Frei, parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, kritisierte die Aussagen Schröders. „In der gegenwärtigen Lage der Ukraine ‚Säbelrasseln‘ vorzuwerfen, ist purer Zynismus“, sagte der CDU-Politiker am Freitag (28.01.2022) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Schröder würde „Nachbarn und Partner“ provozieren und trage dazu bei, „mühsam erarbeitetes Vertrauen zu untergraben“. Es sei „höchste Zeit, dass Olaf Scholz seinem Parteifreund widerspricht“, so Frei weiter.

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Neben Christian Ploß beschrieb auch Grünen-Politiker Michael Kellner die Aussagen von Gerhard Schröder als „eines ehemaligen Bundeskanzlers unwürdig“. Ein solches Verhalten würde die Anstrengungen der Bundesregierung, eine friedliche Lösung zu finden, nur schwächen. Damit reagierte Kellner unter anderem auf den Vorwurf Schröders, dass der Besuch von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) in Kiew noch vor ihrem Besuch in Moskau um eine Provokation gegenüber Russland gehandelt habe.

Ukraine-Krise: Gerhard Schröder steckt Kritik aus der eigenen Partei ein

Aus der eigenen Partei gab es ebenfalls bereits Kritik. „Ich halte mich da lieber an die Fakten. Und die lassen doch keine Zweifel zu, wer die Verantwortung für die aktuelle militärische Eskalation trägt“, wies Michael Roth (SPD), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, die Aussagen Schröders zurück.

Einem Bericht des Spiegel zufolge hat SPD-Vorsitzender Lars Klingbeil Parteikolleginnen und Parteikollegen zu einer Klausur am Montag (31.01.2021) eingeladen. Dann soll die künftige Haltung gegenüber Russland und der Ukraine-Krise geklärt werden. Einer Umfrage zufolge spricht sich die Mehrheit der Deutschen für wirtschaftliche Sanktionen aus. (Nail Akkoyun)

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