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Putins Pläne gehen nicht auf: Russische Invasion scheint „in vielen Bereichen zu scheitern“

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Von: Nail Akkoyun

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Während die Ukraine an Boden gutmacht, kommt Russland im Ukraine-Krieg aktuell offenbar nicht recht voran. Laut Ben Wallace womöglich der neue Status Quo.

London/Kiew – Laut dem britischen Verteidigungsminister Ben Wallace beginnen die russischen Kriegsbemühungen in der Ukraine „in vielen Bereichen zu scheitern“. Inzwischen sei er sich sicher, dass Russland das Nachbarland nach all den schweren Verlusten an Ausrüstung und Truppen nie vollständig besetzen werde, sagte Wallace am Donnerstag (11. August) gegenüber der Presse auf der Internationalen Geberkonferenz in Kopenhagen. Darüber berichtet das Nachrichtenmagazin Newsweek.

Während Wladimir Putin sein „Glücksspiel“ verloren habe, „wächst unser Appetit, der Ukraine zu helfen“, sagte Wallace. Auf der Geberkonferenz wurde Kiew von den westlichen Staaten unter anderem eine anhaltende Militärhilfe im Ukraine-Krieg zugesagt. 26 Länder haben sich laut Morten Bodskov, dem dänischen Verteidigungsminister, zu einer Hilfe in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bereit erklärt.

Ein Junge beobachtet am 9. August die Explosionen auf der Krim, die auf einen ukrainischen Angriff zurückgehen könnten.
Ein Junge beobachtet am 9. August die Explosionen auf der Krim, die auf einen ukrainischen Angriff zurückgehen könnten. © Imago

Das trotz der ohnehin schonen großzügigen Unterstützung erneute bewiesene Engagement zeige, dass die internationale Gemeinschaft entschlossen sei, Putins Ambitionen zu zerstören, erklärte der britische Verteidigungsminister. Ben Wallace, der auch als Nachfolger von Boris Johnson gehandelt wurde, fährt seit Beginn des Ukraine-Kriegs einen harten Kurs gegen Russland und setzt sich für Waffenlieferungen an die Ukraine ein.

Ukraine-Krieg: Russische Invasion werde „ständig neu modifiziert“

Wallace berichtete den anwesenden Journalist:innen, dass die russische Invasion ungemein „ins Stocken geraten“ sei und „ständig neu modifiziert“ werde. Daher konzentriere sich Moskau inzwischen „wirklich nur auf Teile des Südens und des Ostens“. Doch insbesondere im Süden stehen die russischen Truppen vor schwerwiegenden Problemen, da vieles auf einen ukrainischen Angriff auf die annektierte Halbinsel Krim hindeutet.

Nach Ansicht des britischen Geheimdienstes wurde die Luftwaffe Russlands durch die Explosionen auf der Krim jedenfalls stark geschwächt. Dabei ginge es weniger um die dabei zerstörten Flugzeuge – man geht von acht bis 12 Kampfjets aus – sondern um den Militärflugplatz Saki, der vor allem zur Unterstützung der Flotte im Schwarzen Meer und in der Südukraine genutzt worden sei.

Für die russische Armee sei es im Ukraine-Krieg nun jedenfalls „ein langer, langer Weg“ von der dreitägigen Operation entfernt, die der Kreml ursprünglich naiverweise geplant habe, um die ukrainische Regierung rundum Wolodymyr Selenskyj in Kiew zu stürzen. (nak/dpa)

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