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Ukraine-Krise: Deutsche für Sanktionen gegen Russland – trotz höheren Energiepreisen

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Von: Nail Akkoyun

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Wirtschaftssanktion gegen Russland infolge der Ukraine-Krise könnten höhere Energiepreise für die Deutschen bedeuten. (Symbolfoto)
Wirtschaftssanktion gegen Russland infolge der Ukraine-Krise könnten höhere Energiepreise für die Deutschen bedeuten. (Symbolfoto) © Paul Zinken

Einer Umfrage zufolge spricht sich die Mehrheit der Deutschen für Sanktionen gegen Russland aus. Angesichts der Ukraine-Krise könnte das höhere Energiepreise bedeuten.

Kassel – In Deutschland zeigen sich viele Menschen bezüglich der Ukraine-Krise besorgt. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das RTL/ntv-Trendbarometer. Angesichts des drohenden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine sowie der NATO, gaben demnach 37 Prozent der Befragten an, sie seien „sehr beunruhigt“. 50 Prozent sagten, sie seien „etwas beunruhigt“, 12 Prozent hingegen „überhaupt nicht beunruhigt“.

Waffenlieferungen an die Ukraine hat die Bundesregierung bereits abgelehnt, einer Umfrage zufolge stimmt ein Großteil der Deutschen dieser Entscheidung zu. Doch wie soll die neue Bundesregierung die Krise in den Augen der Bevölkerung lösen?

Sanktionen gegen Russland: Grüne mehrheitlich dafür, Linke und AfD dagegen

Wirtschaftssanktionen gegen Russland wären für die Bundesregierung eine Möglichkeit, um klar Stellung zu beziehen. Das Problem: Die Russen könnten den Spieß umdrehen und die Energiepreise erhöhen sowie Lieferungen minimieren oder gar gänzlich ausfallen lassen beziehungsweise einstellen. Dennoch sprachen sich in der Forsa-Umfrage 35 Prozent der Deutschen für Verschärfungen aus. 46 Prozent waren hingegen gänzlich gegen Sanktionen, während 6 Prozent diese nur befürworteten, wenn die Energiepreise darunter nicht leiden würden.

Teilt man die Befragung weiter auf die verschiedenen Parteien auf, ergibt sich folgendes Bild: Für eine Verschärfung, auch im Falle einer Erhöhung der Energiepreise, sprachen sich mit 60 Prozent mehrheitlich Anhängerinnen und Anhänger der Grünen aus. Dieselbe Ansicht vertraten 42 Prozent der Anhängerinnen und Anhänger der SPD. Dicht dahinter folgen zudem Wählerinnen und Wähler der CDU (39 Prozent) sowie der FDP (38 Prozent). Bei den Linken waren nur 26 Prozent der Wählerschaft für Sanktionen, die AfD bildete mit 5 Prozent das Schlusslicht.

47 Prozent der Befragten gab an, dass Russland größtenteils für den aktuellen Konflikt verantwortlich sei. Während 10 Prozent die Schuld eher bei der NATO sahen, hielten 5 Prozent die USA und 1 Prozent die Ukraine für Schuld tragend. 28 Prozent glaubten hingegen, dass alle Beteiligten gleichermaßen Verantwortung für die Krise tragen würden. (Nail Akkoyun)

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