Fall Babtschenko

Ukrainischer Außenminister verteidigt fingierte Tötung: „Weitere Morde verhindert“

+
Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin.

Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin hat die Geheimdienst-Finte mit dem vorgetäuschten Tod des Journalisten Arkadi Babtschenko verteidigt.

Mariupol - Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin hat die Geheimdienst-Finte mit dem vorgetäuschten Tod des Journalisten Arkadi Babtschenko verteidigt. „Ohne diese Maßnahmen wäre es unmöglich gewesen, weitere Morde zu verhindern“, sagte er bei einem Treffen mit Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) in der Stadt Mariupol am Freitag. Klimkin kündigte an, dass die Ukraine international über die Ermittlungen informieren werde. Die Botschafter der G7-Staaten und der Europäischen Union würden noch am Freitag in Kiew unterrichtet.

Das könnte Sie auch interessieren: Angeblich ermordeter Journalist: Babtschenko will Ukrainer werden

Der ukrainische Geheimdienst SBU hatte die Erschießung des regierungskritischen russischen Journalisten vorgetäuscht. Er wollte damit angeblich den Auftraggebern einer von Russland aus geplanten Mordserie auf die Spur kommen. Das Vorgehen hat der Ukraine aber international viel Kritik eingetragen.

Mutmaßlicher Mittelsmann festgenommen

Als Mittelsmann bei dem Mordauftrag wurde ein Kiewer Geschäftsmann festgenommen, der nach Angaben seines Anwalts Direktor einer deutsch-ukrainischen Waffenfirma ist. Ein Gericht in Kiew nahm den 50-Jährigen am Donnerstag für zwei Monate in Untersuchungshaft. Der Geschäftsmann sagte aus, er habe für die ukrainische Spionageabwehr gearbeitet. Die Staatsanwaltschaft wies dies nach Medienberichten zurück. Die Gegenspionage ist eine Unterabteilung des SBU.

Das könnte Sie auch interessieren:  Von Schweineblut und Schauspielübungen: Jetzt packt „Mordopfer“ Babtschenko aus

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.