Jeder Dritte hat einen Pflegefall im persönlichen Umfeld

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Eine Pflegekraft hilft einer alten Frau beim Trinken. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Berlin (dpa) - Mehr als jeder dritte Bundesbürger hat nach einer Umfrage der Privaten Krankenversicherung (PKV) einen Pflegefall in seinem persönlichen Umfeld.

Dies treffe besonders auf Ältere ab 55 Jahren (40 Prozent) zu, heißt es in der Umfrage des INSA-Instituts unter 2058 Personen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. PKV-Direktor Volker Leienbach betonte: "Das Thema Pflege ist endgültig mitten in unserer Gesellschaft angekommen." Neben den rund 2,6 Millionen Pflegebedürftigen selbst sind auch fast 30 Millionen Menschen in deren engen Umfeld damit konfrontiert."

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) forderte die Bundesregierung auf, endlich die nötigen Reformen in der Pflegeversicherung anzugehen. "Durch den Reformstau der vergangenen Jahre auf Bundesebene droht die Pflegeversicherung selbst zum Pflegefall zu werden", sagte Steffens der Deutschen Presse-Agentur.

"Die Pflegeversicherung muss endlich den tatsächlichen Bedarf finanzieren", erläuterte die Grünen-Politikerin weiter. Vor allem Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen warteten seit Jahren auf einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff. So wichtig die Einführung der Pflegeversicherung vor 20 Jahren gewesen sei, die Jubelstimmung dürfe nicht über die Probleme hinwegtäuschen.

Heute will der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), mit einem Festakt die Einführung der Pflegeversicherung würdigen. Die Bundesregierung will in dieser Legislaturperiode die Pflegeversicherung in mehreren Reformstufen weiterentwickeln.

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