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Zwei Drittel halten Regierung für unfähig

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Von: Nils Tillmann

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In einer Befragung von Forsa gaben dieses Jahr deutlich mehr Menschen an, dass der Staat überfordert sei, als noch in den beiden Vorjahren (Symbolbild).
In einer Befragung von Forsa gaben dieses Jahr deutlich mehr Menschen an, dass der Staat überfordert sei, als noch in den beiden Vorjahren (Symbolbild). © Michael Kappeler/dpa

Eine neue Studie zeigt, dass zwei Drittel der Bevölkerung die Regierung für überfordert hält. Besonders im Vergleich zu den Vorjahren ist diese Zahl hoch.

Berlin – Nur 29 Prozent der Bevölkerungen denkt, dass der Staat in der Lage ist, seine Aufgaben zu erfüllen. Dies zeigt eine neue Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa. Die „dbb Bürgerbefragung öffentlicher Dienst“, die im Auftrag des Deutschen Beamtenbundes durchgeführt wurde, zeigt, dass das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Staates im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken ist.

Bei der jährlichen Befragung von Forsa wird eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern nach ihrer Einschätzung zu verschiedenen Funktionen des Staates befragt. 2020, kurz nach Beginn der Corona-Pandemie, hatten dabei mit 56 Prozent noch mehr als die Hälfte der Befragten den Staat für in der Lage befunden, seine Probleme zu bewältigen. Auch 2021 fanden noch 45 Prozent, dass der Staat seine Aufgaben erfüllen könne.

Mit der neuen Befragung sinkt der Wert nun auf einen niedrigeren Stand als noch vor der Pandemie. 2019 hatten noch 34 Prozent dem Staat eine Problembewältigung zugetraut, während 61 ihn für überfordert hielten. Letzteres meinten in diesem Jahr insgesamt zwei Drittel der Befragten.

Anhänger von AfD und FDP halten Regierung eher für unfähig

Das Vertrauen in den Staat hängt dabei der Umfrage zufolge auch von der politischen Zugehörigkeit ab. Befragte Anhänger der FDP und der AfD hielten die Regierung in einem besonders hohen Maße für unfähig. Bei Anhängern der SPD und der Grünen denken dagegen nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten, dass der Staat überfordert sei.

Besonders die Energiekrise bereitet dabei wohl Sorgen. 17 Prozent der Befragten nannten die Energieversorgung in einer offenen Frage als einen Punkt, bei dem die Regierung überfordert sei. Im Jahr 2020 hatte sich nur ein Prozent um Überforderung um dieses Problem gesorgt. Bildungs- und Flüchtlingspolitik wurden dagegen mit 13 und 10 Prozent der Befragten in diesem Jahr deutlich weniger oft genannt als noch in den Vorjahren. (nt)

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