Auch Piraten schwach

FDP verharrt im Umfragetief

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FDP-Vorsitzender Philipp Rösler.

Mainz - Die FDP kann in den Umfragen nicht von ihrem Erfolg bei der Niedersachsenwahl profitieren: Im aktuellen Politbarometer des ZDF verharrt die Partei mit vier Prozent weiter unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Die Union muss nach ihrem Rekordwert von 42 Prozent Anfang Januar einen Punkt in der Wählergunst abgeben und landet bei 41 Prozent. Zulegen kann dagegen die SPD und kommt auf 29 Prozent (plus 1). Unverändert bleiben die Grünen mit 13 Prozent, die Linke mit sechs und die Piraten mit drei Prozent.

In Niedersachsen verfügen SPD und Grüne nach der Landtagswahl am letzten Sonntag über eine hauchdünne Mehrheit, um eine neue Regierung zu bilden. Für viele überraschend konnte die FDP knapp zehn Prozent der Stimmen für sich verbuchen, Umfragen hatten die Partei kaum über der Fünf-Prozent-Hürde gesehen. Anfang der Woche hatte Parteichef Philipp Rösler mit der Kür von FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle zum Spitzenkandidaten zudem einen Befreiungsschlag versucht, um die Personaldebatten innerhalb der Partei zu beenden.

Die Wähler bewerten das neue Führungsduo der Liberalen allerdings zurückhaltend. Nur 19 Prozent glauben, dass es mit Rösler und Brüderle an der Spitze für die FDP aufwärts gehen wird, 53 Prozent rechnen mit keinen größeren Auswirkungen und 17 Prozent erwarten sogar Nachteile für die Partei.

Diese Wahlen stehen bis Ende 2014 an

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Unterdessen haben sich die Umfragewerte für den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück etwas verbessert. Zwar liegt dieser immer noch weit hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), sein Abstand hat sich allerdings etwas verringert. Bei der Frage, wen die Deutschen lieber als Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin hätten, sprechen sich 29 Prozent für Steinbrück und 62 Prozent für Merkel aus. Vor zwei Wochen plädierten noch 65 Prozent für Merkel und 25 Prozent für Steinbrück.

Bei den aktuell zehn wichtigsten Politikerinnen und Politikern steht Merkel weiterhin unangefochten an der Spitze. Auf der Skala von +5 bis -5 kommt sie auf einen Wert von 2,5 (2,4). Auf Platz zwei liegt Wolfgang Schäuble mit 1,8 (1,5). Danach folgen Frank-Walter Steinmeier mit 1,2 (1,0), Ursula von der Leyen mit 0,8 (0,7) und Horst Seehofer mit 0,6 (0,5). SPD-Chef Sigmar Gabriel kann mit einer Bewertung von 0,6 (0,0) zwei Plätze aufrücken und liegt damit vor Jürgen Trittin (0,4) und Peer Steinbrück (0,2), die jetzt beide mit 0,5 eingestuft werden. Im Negativbereich bleiben Guido Westerwelle mit minus 0,4 (minus 0,6) und Philipp Rösler, der mit minus 1,0 (minus 1,6) aber wesentlich weniger schlecht abschneidet als zuletzt.

Die Forschungsgruppe Wahlen befragte im Auftrag des ZDF zwischen Dienstag und Donnerstag 1.249 Wahlberechtigte bundesweit.

dapd

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