Kampf mit harten Bandagen

Umfragen: Obama und Romney fast gleichauf

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Mitt Romney (l.) und Barack Obama

Washington - Vier Tage vor der US-Präsidentenwahl bereiten sich die Kandidaten auf einen scharfen Endspurt im Wahlkampf vor. Barack Obama und Mitt Romney kämpfen mit harten Bandagen.

Amtsinhaber Barack Obama warf seinem Herausforderer Mitt Romney am Freitag (Ortszeit) vor, die Wähler mit Lügen zu verschrecken; der Republikaner warnte unterdessen vor einem politischen Stillstand, sollte Obama wiedergewählt werden. Der jüngsten Umfrage zufolge lagen die beiden in der Gunst der Wähler nahezu gleich auf.

Beide Kandidaten versuchten, etwas positives für sich aus den kurz zuvor veröffentlichten Arbeitsmarktdaten zu ziehen. In der Wirtschaft wurden im Oktober mit mehr als 171.000 neuen Stellen die Erwartungen übertroffen, während die Arbeitslosenrate allerdings leicht auf 7,9 Prozent zulegte, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Obama wertete den Bericht als Fingerzeig auf eine allmähliche Erholung von der schweren Rezession, sein Herausforderer Mitt Romney sah darin hingegen einen Beleg für den anhaltenden Stillstand der US-Wirtschaft.

Letztes TV-Duell Obama gegen Romney: Die Bilder

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Bei einem Wahlkampfauftritt in Ohio kritisierte Obama Romney wegen dessen Äußerungen zur Autoindustrie. Demnach hat Romeny General Motors und Chrysler vorgeworfen, Arbeitsplätze zulasten des Standorts Ohio nach China zu verlagern. Das sei aber nicht wahr und die Konzerne hätten dies bereits bekräftigt, sagte Obama.

Romney wirft Obama Ignoranz gegenüber dem Kongress vor

Romney kritisierte derweil ebenfalls in Ohio, der Präsident habe in den vergangenen vier Jahren den Kongress ignoriert und angegriffen. Er sei derjenige, der einen Stillstand verhindern könne und mit dem Kongress zusammenarbeiten würde, sagte Romney bei einem Wahlkampfauftritt. „Wenn ihr des müde seins müde seid, dann bitte ich euch, stimmt für den echten Wandel“, rief er rund 18.000 Anhängern zu. „Ich zähle auf euren Staat.“

Romney plant ein intensives Wahlkampfwochenende mit Auftritten in New Hampshire, Iowa und Colorado am Samstag sowie Iowa, Pennsylvania, Ohio und Virgina am Sonntag. Obama wollte sich derweil am Samstag mit Vertretern von Hilfsorganisationen und den vom Hurrikan „Sandy“ betroffenen Staaten zur weiteren Überwachung des Krisenmaßnahmen treffen. Auch ein Gespräch mit New Jerseys republikanischem Gouverneur Chris Christie ist geplant, der den Präsidenten ausdrücklich für sein Krisenmanagement gelobt hatte. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hatte nach der Wetterkatastrophe zudem eine Wahl Obamas empfohlen.

Umfragen zufolge liegen Obama und Romney dennoch wenige Tage vor der Wahl in der Gunst der Wähler nahezu gleich auf. Laut einer Erhebung der Zeitung „Washington Post“ und des Senders ABC vom Freitag liegt der Amtsinhaber mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,07 Prozentpunkte vor Romney. Weiteren Umfragen zufolge hat Obama aber in mehreren „Swing-States“ leicht die Nase vorn.

dapd

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