Kommentar zur Altersversorge des WDR-Intendanten: "Zur Umsicht verpflichtet"

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HNA-Redakteurin Tatjana Coerschulte.

Spitzeneinkommen auch als Rentner: Der WDR-Intendant Tom Buhrow erhält eine Altersversorgung fast so hoch wie der Bundespräsident. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenredakteurin Tatjana Coerschulte.

Auf das Fernsehprogramm zu schimpfen, ist genauso beliebt wie entrüstete Seitenblicke auf das angeblich so hohe Einkommen der Menschen, die dort arbeiten. Tatsächlich haben wir in Deutschland ein vielfältiges, breit gefächertes Programmangebot. Das wird jedem klar, der einmal in den USA ein TV-Gerät eingeschaltet hat. Und warum soll ein Intendant, der einen Sender mit über 6000 Mitarbeitern leitet, kein ordentliches Gehalt bekommen? Banker spotten über solche Summen, und wer meint, Tom Buhrow verdiene zu viel, soll den Job erst mal besser machen.

Problematisch ist aber die mangelnde Transparenz und die große Behäbigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender beim Umgang mit Geld. Sie wirtschaften zu einem großen Teil mit öffentlichem Geld, was sie zur Umsicht verpflichtet und zum Nachweis, wie das Geld verwendet wird. Für Selbstgefälligkeit ist da kein Platz. Es sollte im Interesse der Sender liegen, den Anschein von Selbstbedienung zu vermeiden. Das heißt: Umdenken, Einschnitte und endlich schlankere Strukturen. Betriebsrenten, die höher ausfallen als die gesetzlichen, dürften dann der Vergangenheit angehören.

 Mail an den Autor:  coe@hna.de

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