Neuer Krisenherd am Schwarzen Meer

Umsturzversuch in Abchasien abgewendet

+
Präsident Alexander Ankwab.

Suchumi - In der von Georgien abtrünnigen Schwarzmeerregion Abchasien  haben Sicherheitskräfte den Sturz von Präsident Alexander Ankwab abgewendet. Wütende Bürger hatten versucht, den Präsidentensitz zu stürmen.

Es habe den Versuch einer gewaltsamen Machtübernahme durch die Opposition gegeben, sagte Ankwab dem Fernsehen in der Hauptstadt Suchumi. Nach einem Sturm Tausender wütender Bürger auf den Präsidentensitz beruhigte sich die Lage zunächst etwas. Polizei, Militär und Geheimdienst sprachen dem Anführer der international nicht anerkannten Schwarzmeerrepublik am Mittwoch ihre Unterstützung aus.

Russland sei besorgt angesichts der größten Spannungen seit Jahren, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Russland hatte das Gebiet sowie die Region Südossetien nach dem Südkaukasuskrieg gegen Georgien 2008 trotz internationalen Protests als unabhängigen Staat anerkannt.

Das abchasische Parlament forderte nun einen Dialog zur Krisenlösung. Die Opposition wirft Ankwab vor, die Region mit einem zunehmend autoritären Stil und ausufernder Korruption in den Ruin zu treiben. Die Menschen in der isolierten Region klagen über Armut und schwere Kriminalität. Russland hat in Abchasien Tausende Soldaten stationiert - zur Abwehr von möglichen Versuchen Georgiens, die Region zurückzuerobern.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.