Leistung der Tiere soll gesteigert werden

Umweltschutzorganisation warnt vor Hormoneinsatz in der Schweinehaltung

Berlin. Die Umweltorganisation BUND kritisiert in einer neuen Studie den Einsatz von Hormonen in der Schweinehaltung. Zu viele Sauenhalter in Deutschland setzen demnach Hormone ein, um die Wirtschaftlichkeit ihrer Betriebe zu steigern.

Die Hormone werden laut der Studie eingesetzt, um die Leistung der Tiere zu steigern. Dadurch sollen möglichst viele Tiere an einem Tag besamt werden und später auch gleich abferkeln. „Es geht bei dem Hormoneinsatz nicht darum, kranke Tiere zu behandeln, sondern nur darum, einen Industrialisierungsprozess in der Tierhaltung mit Hormonen zu schmieren“, kritisierte BUND-Landwirtschaftsexpertin Reinhild Benning im Norddeutschen Rundfunk.

Wegen der negativen Folgen für Tiere und Umwelt fordert der BUND deshalb ein Verbot von Hormonen, die zu nicht-medizinischen Zwecken eingesetzt werden.

Hintergrund: Hormone müssen vom Tierarzt verordnet werden

In Deutschland sind laut Bundesamt für Verbraucherschutz 26 hormonhaltige Präparate für die Anwendung in der Sauenhaltung zugelassen. Diese Arzeimittel müssen immer von einem Tierarzt verordnet werden, der Einsatzgrund muss aber nicht zwingend eine Erkrankung sein.

Von Daniel Göbel

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