UN: Alle zehn Minuten kommt ein staatenloses Kind zur Welt

+
Die Massenflucht aus Syrien verschärft das Problem. Foto: Arne Dedert/Archiv/Symbolbild

Genf (dpa) - Alle zehn Minuten kommt nach UN-Angaben ein staatenloses Kind zur Welt. Infolge zunehmender Migration sowie der Massenflucht vor Kriegen wie in Syrien gebe es immer mehr Menschen ohne Staatsbürgerschaft, beklagte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR).

Demnach werden in den am stärksten betroffen Ländern - vor allem in Asien und Afrika - jedes Jahr rund 70 000 Kinder geboren, ohne dass sie eine Staatsbürgerschaft erhalten. Die Massenflucht aus Syrien verschärft das Problem nach UNHCR-Angaben - durch Geburten auf den Fluchtrouten sowie in Ländern, die diesen Kindern keine Staatsbürgerschaft zugestehen.

Oft werde Staatenlosen der Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung sowie zu Arbeitsplätzen verweigert, kritisierte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres. "Kinder dürfen nicht verurteilt werden zu einem Leben in Diskriminierung, Frust und Hoffnungslosigkeit", forderte er. Alle Regierungen sollten den in ihren Ländern geborenen Kindern die Staatszugehörigheit gewähren. Es müssten zudem alle noch bestehenden Gesetze abgeschafft werden, die eine Staatsbürgerschaft wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten ethnischen Gruppe, Rasse oder Religion verweigern.

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.