Ungarn: Rechte kaufen sich bei RTL ein

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Viktor Orban: Wahlgewinner in Ungarn und rechts orientiert.

Budapest - Unternehmer, die der ungarischen Rechten nahestehen, haben sich in den ungarischen Ableger des Fernsehsenders RTL eingekauft. Und das direkt nach dem Sieg bei der Parlamentswahl.

Nach dem Sieg der Rechts-Konservativen bei den ungarischen Parlamentswahlen am Wochenende haben sich Geschäftskreise, die den Rechten nahestehen, in den ungarischen RTL- Ableger RTL Klub eingekauft. Das Medienunternehmen Infocenter.hu, das mehrheitlich dem Marktforscher Istvan Stumpf und dem Anwalt Zsolt Nyerges gehört, erwarb 31 Prozent der Anteile an der Betreibergesellschaft von RTL Klub, berichteten ungarische Medien am Montag.

Die Mehrheitsanteile an Infocenter.hu waren erst letzte Woche vom Medien-Unternehmer Tamas Fellegi an Stumpf und Nyerges abgetreten worden. Fellegis Schachzug war damals damit in Zusammenhang gebracht worden, dass der Unternehmer voraussichtlich Infrastrukturminister in der neuen Regierung von Konservativen-Chef Viktor Orban wird. Sowohl Fellegi als auch Stumpf und Nyerges stehen Orbans Bund Junger Demokraten (FIDESZ) nahe.

Stumpf, der in der ersten Regierung Orbans (1998-2002) Kanzleramtsminister war, gilt als enger Vertrauter des ehemaligen und künftigen Regierungschefs. Die Infocenter.hu ist der Eigentümer mehrerer FIDESZ-naher Medien, darunter die Wochenzeitung “Heti Valasz“. Zusammen mit einer weiteren Firma von Nyerges besitzt sie den neuen Radiosender “Class FM“.

dpa

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