Ungarn: Tausende Orban-Gegner fordern "neue Republik"

+
Ungarn ist ein gespaltenes Land. Foto: Tamas Kovacs

Budapest (dpa) - Mehrere Tausend Menschen haben in Budapest gegen die Regierung des rechts-konservativen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban demonstriert. Zu der Kundgebung hatten Zivilorganisationen aufgerufen. Sie stand unter dem Motto "Für eine neue Republik".

Dem Aufruf schlossen sich Linke und liberale Oppositionsparteien an. "In fünf Jahren Orban-Regierung ist der Rechtsstaat zusammengebrochen, ist das demokratische Immunsystem des Landes kaputtgegangen", sagte der Schriftsteller Lajos Parti Nagy in seiner Rede.

Der Sonntag war in Ungarn Nationalfeiertag. Am 15. März 1848 hatte eine Revolution gegen die Habsburger-Herrschaft begonnen, die von den Österreichern mit russischer Hilfe niedergeschlagen wurde. Kritiker werfen Orban den Abbau der Demokratie und eine enge Anlehnung an das heutige Moskau vor. In der neuen, von ihm konzipierten Verfassung ließ er den Landesnamen von "Republik Ungarn" auf "Ungarn" ändern.

Die Veranstalter der Kundgebung gaben außerdem bekannt, dass sie ein Referendum initiiert haben, um die Orban-Regierung zur Transparenz und zur Aufgabe korrupter Praktiken zu zwingen. Mit der aus 19 Fragen bestehenden Volksabstimmung könne das Orban-System "Schritt für Schritt demontiert werden", sagte der Völkerrechtler Tamas Lattmann zur Menge.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.