Unhygienische Massentierhaltung: Nach Haltungsverbot droht Zwangshaft

Hattorf. Einem Ehepaar in Hattorf (Kreis Osterode), das 700 Tiere unter untragbaren hygienischen Verhältnissen gehalten hatte, droht nach einem Tierhaltungsverbot nun auch noch ein Gefängnisaufenthalt.

Der Landkreis Osterode hat gegen die Eheleute ein Zwangsgeld von 15.500 Euro verhängt, weil sie bislang keinen Nachweis über den Verbleib zahlreicher Tiere erbracht haben. Sollte das Zwangsgeld nicht eingetrieben werden können und das Ehepaar auch weiterhin keine Auskunft über den Verbleib der Tiere geben, will der Kreis Zwangshaft beantragen, die zwischen einem Tag und zwei Wochen dauern könnte.

600 Meerschweinchen

Das Ehepaar hatte in einem ehemaligen Hotel mehr als drei Dutzend Hunde, fast 600 Meerschweinchen, 24 Kaninchen, eine Katze und eine Echse gehalten. Bei einer Kontrolle waren Mitarbeiter des Landkreises auf katastrophale hygienische Zustände gestoßen. Die Tierhalter bekamen eine Frist gesetzt, um den Tierbestand aufzulösen und neue Besitzer für die Tiere zu finden. Als sich auch nach dem Ablauf der Frist noch einige Tiere in dem ausgedienten Hotel befanden, ließ das Veterinäramt das Haus räumen und die Tiere in nahe gelegene Tierheime bringen. (pid)

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