Union beklagt sinkende Heiratsbereitschaft

Frankfurt - Die Union beklagt die drastisch sinkende Heiratsbereitschaft in Deutschland. Es handele sich um eine “extrem bedenkliche Entwicklung“, die die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft gefährde.

Das sagte der stellvertretende Unions-Fraktionschef Johannes Singhammer der “Welt am Sonntag“. “Die Menschen werden spüren, dass der Sozialstaat nie die Sicherheit bieten kann wie die traditionelle Familie“, sagte der CSU-Politiker. Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) hatte bereits im Februar Zahlen veröffentlicht, wonach die Bundesbürger zunehmend die Lust am Heiraten verlieren: Demnach ist zu erwarten, dass 32 Prozent der Frauen und sogar 38 Prozent der Männer niemals in ihrem Leben eine Ehe eingehen werden - unter der Annahme, dass die Heiratsneigung des Jahres 2007 über das gesamte Leben von ledigen Frauen und Männern unverändert bleibt.

Zum Vergleich: 1980 waren nur etwa 14 Prozent der Frauen beziehungsweise 21 Prozent der Männer unverheiratet geblieben. “Die meisten Männer und Frauen entscheiden sich nicht aus Überzeugung gegen die Ehe“, sagte der Soziologe und Regierungsberater Hans Bertram der Zeitung. Oft fehle gerade in den jüngeren Jahren die Sicherheit im Job. “Deshalb verhalten sie sich durchaus rational, wenn sie keine Kinder bekommen und keine festen Beziehungen eingehen“, sagte Bertram.

dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.