Energiepolitik

Prepaid-Strom soll Schulden vorbeugen

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Strom auf Vorkasse trage dazu bei, dass die Verbraucher "achtsamer und sparsamer mit ihrem Verbrauch umgehen", so Ulrich Kelber, der Chef-Unterhändler für die SPD.

Berlin - Union und SPD wollen die wachsende Zahl an Stromsperren wegen unbezahlter Rechnungen verringern: Prepaid-Karten für Strom sollen die Verbraucher zur Sparsamkeit anhalten.

Mit Prepaid-Karten für Strom wollen Union und SPD die wachsende Zahl von Stromsperren wegen unbezahlter Rechnungen eindämmen. "Die Versorger bekommen ihr Geld und der Verbraucher muss nicht auf Strom verzichten", sagte Mechthild Heil (CDU), bei den Koalitionsverhandlungen Unions-Chefunterhändlerin in der Arbeitsgruppe Verbraucherschutz, der "Saarbrücker Zeitung" (Montagsausgabe). Das Vorkasse-System solle verhindern, dass sich Monat für Monat Stromschulden auftürmen, die dann zu einer Stromsperre und zu noch höheren Kosten führen könnten. Die Stromkunden würden durch das Prepaid-System "achtsamer und sparsamer mit ihrem Verbrauch umgehen", sagte Ulrich Kelber, Chef-Unterhändler für die SPD, der "Saarbrücker Zeitung". Die Energieversorger sollen dem Bericht zufolge verpflichtet werden, ihre Stromzähler technisch umzurüsten. Heil sagte der Zeitung, dafür sei eine Frist innerhalb "von zehn Jahren" vorstellbar. Die Unterarbeitsgruppe Verbraucherpolitik hatte bereits am Freitag zum Abschluss ihrer Verhandlungen Maßnahmen gegen Strom- und Gassperren angekündigt, um vor allem Verbraucher mit niedrigem Einkommen vor Energiearmut zu schützen. In Deutschland sind dem Bericht zufolge pro Jahr mehr als 300.000 Haushalte von Stromsperren betroffen.

afp

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