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Union in Umfragen weiter vorne – Will Deutschland die Impfpflicht?

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Von: Lukas Zigo

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Das rtl/ntv-Trendbarometer zeigt die aktuellen Tendenzen der deutschen Bevölkerung zu Parteipolitik und Fragen des öffentlichen Lebens.

Berlin – Ukraine-Krise, Impfpflicht oder Corona-Lockerungen. Dieser Tage werden viele weitreichende Themen in der Öffentlichkeit diskutiert. Im aktuellen rtl/ntv-Trendbarometer zeigen sich die Tendenzen, die in der Bevölkerung vorherrschen, sowohl parteipolitisch als auch themenbezogen.

Die SPD gewinnt einen Prozentpunkt (23 Prozent) währen die AfD (9 Prozent) einen Zähler einbüßt. Die Werte aller anderen Parteien verändern sich im Vergleich zur Vorwoche nicht. Damit liegt die Union mit unverändert 27 Prozent weiterhin klar vorne. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 22 Prozent und damit etwas unter dem Anteil bei der Bundestagswahl (23,4 Prozent).

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD, M), Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Franziska Giffey (SPD), Regierende Bürgermeisterin von Berlin.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD, M), Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Franziska Giffey (SPD), Regierende Bürgermeisterin von Berlin. © Hannibal Hanschke/dpa

Trendbarometer: Impfpflicht und Lockerungen – was will Deutschland?

Unverändert 66 Prozent der Bundesbürger sind für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht für alle Erwachsenen ab 18 Jahren. 30 Prozent sprechen sich gegen eine generelle Impfpflicht aus.

Unter den Anhängern von SPD (79 Prozent), Grünen (73 Prozent) und Union (71 Prozent) sprechen sich jeweils mehr als 70 Prozent für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht für Erwachsene aus. Unter den Anhängern der FDP sind es 67 Prozent und unter den Linkspartei-Anhängern 59 Prozent, die für eine Impfpflicht sind. Mehrheitlich dagegen sind weiter nur AFD-Anhänger (73 Prozent).

Deutschland: Bundesbürger glauben nicht an allgemeine Impfpflicht

Der Anteil der Bundesbürger, die glauben, dass eine allgemeine Impfpflicht auch tatsächlich eingeführt wird, ist weiter rückläufig (von 35 auf jetzt 24 Prozent). Mittlerweile gehen 71 Prozent (+ 12 Prozentpunkte) davon aus, dass es zu keiner allgemeinen Impfpflicht kommen wird.

Hingegen meinen 28 Prozent der Bundesbürger, dass die ab dem 15. März geltende einrichtungsbezogene Impfpflicht für Personal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wegen der Schwierigkeiten bei der Umsetzung wieder aufgehoben werden sollte. Eine Mehrheit von 68 Prozent der Bundesbürger ist jedoch der Auffassung, die einrichtungsbezogene Impfpflicht solle wie beschlossen in Kraft treten.

Auch unter den Anhängern der Unionsparteien spricht sich eine deutliche Mehrheit von 63 Prozent für die Umsetzung einer einrichtungsbezogenen Impfpflicht aus. Mehrheitlich für eine Aufhebung sind nur die Anhänger der AfD mit 69 Prozent.

Corona-Krise: 58 Prozent der Deutschen gegen schnelle Lockerungen

Bereits jetzt wollen einige Bundesländer bestimmte Maßnahmen, die zu Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen wurden, lockern, beispielsweise die 2G-Regel für den Einzelhandel aufheben oder wieder mehr Zuschauer bei Sportveranstaltungen zulassen. 40 Prozent der Bürger fänden es richtig, bereits jetzt bestimmte Corona-Maßnahmen aufzuheben.

Für eine Lockerung der Corona-Maßnahmen sprechen sich mehrheitlich die Ostdeutschen (54 Prozent), die Anhänger der FDP (59 Prozent) und die Anhänger der AfD (78 Prozent) aus.

Corona-Management: Karl Lauterbach weiß halb Deutschland hinter sich

Die Zufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich gegenüber der Vorwoche kaum verändert: 50 Prozent sind aktuell mit seinem Krisenmanagement zufrieden, 44 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. Mehrheitlich zufrieden mit Lauterbach sind Anhänger der SPD (82 Prozent) und der Grünen (69 Prozent) sowie eine knappe Mehrheit der Unions-, (53 Prozent) und Linkenanhänger (55 Prozent).

Derweil sind unter den FDP-Anhängern eine knappe (56 Prozent) und unter den AfD-Anhänger mit 76 Prozent eine klare Mehrheit mit Lauterbachs Corona-Management weniger oder gar nicht zufrieden. (lz/ots)

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