US-Diplomat lebte offenbar noch

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Der US-Botschafter Christopher Stevens wurde bei dem Angriff auf das Konsulat getötet.

Kairo - Der bei einem Angriff im libyschen Bengasi getötete US-Diplomat war laut Zeugen noch am Leben, als er entdeckt wurde. Derweil ist die Familie des Regisseurs des Anti-Islam-Films untergetaucht.

Libysche Zivilisten hätten den US-Botschafter Chris Stevens kurz nach dem Angriff auf das US-Konsulat aus einem Konsulatszimmer gezerrt und ihn in ein Krankenhaus gebracht, nachdem jemand über seinen scheinbar leblosen Körper gestolpert sei, sagte der Kameramann Fahd al-Bakusch der Nachrichtenagentur AP am Montag. „Ich habe seinen Puls gefühlt und er lebte noch.“

Nach der Verbreitung eines Videos, das zahlreiche Muslime als Beleidigung des Propheten Mohammed auffassten, hatten aufgebrachte Demonstranten am vergangenen Dienstag die US-Vertretung in Bengasi gestürmt und den Botschafter Chris Stevens und drei weitere Konsulatsmitarbeiter getötet.

Familie von Regisseur des Anti-Islam-Films untergetaucht

Die Familie des mutmaßlichen Regisseurs des islamfeindlichen Schmähvideos hat über Nacht ihr Haus in Kalifornien verlassen. Die Verwandten von Nakoula Basseley Nakoula seien in der Nacht auf Montag (Ortszeit) von Beamten abgeholt und gemeinsam mit Nakoula an einen geheimen Ort gebracht worden, sagte ein Sprecher der Polizei von Los Angeles.

Nakoula war am Wochenende von Bundesbeamten befragt worden, um festzustellen, ob er nach einer Verurteilung wegen Bankbetrugs gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hat. Nakoula soll eine Schlüsselfigur hinter dem Film sein, der in der gesamten islamischen Welt zu Gewalt und Protesten geführt hat. Viele der Demonstranten fordern, dass Nakoula für seine Beleidigung des Propheten Mohammed zur Rechenschaft gezogen wird.

dapd

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