US-Heimatschutzminister warnt vor Bedrohung von Einkaufszentren

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Der US-Heimatschutzminister Johnson spricht im kalifornischen Palo Alto. Foto: Monica Davey/Archiv

Washington (dpa) - US-Heimatschutzminister Jeh Johnson hat vor der Möglichkeit eines Terroranschlags in einem beliebten Einkaufszentrum gewarnt.

Wer die "Mall of America" in Minneapolis (US-Staat Minnesota) besuche, müsse "besonders vorsichtig" sein, sagte Johnson in mehreren Fernsehtalkshows. Den Behörden sei allerdings kein aktueller Anschlagsplan bekannt, sagte Johnson.

Er reagierte damit auf ein am Wochenende veröffentlichtes Video der islamistischen Terrorgruppe Al-Shabaab, in dem das Zentrum als ein mögliches Anschlagziel genannt wird. Die "Mall of America" gehört zu den meistbesuchten Einkaufszentren der Welt.

Es gebe keinen Grund dafür, das Einkaufszentrum nicht zu besuchen, teilte das Ministerium dem TV-Sender CNN mit. Die Sicherheitsmaßnahmen seien verbessert worden. Johnson erwähnte auch Drohungen der somalischen Terrorgruppe gegen Einkaufszentren in Kanada und Großbritannien.

Dem Heimatschutzministerium und der Bundespolizei FBI seien derzeit keine konkrete, glaubwürdige Bedrohung der "Mall of America" oder anderer Einkaufszentren in den USA bekannt, berichtete CNN unter Berufung auf eine gemeinsamen Erklärung der beiden Behörden.

Man nehme solche Drohungen ernst, sagte der Betreiber der "Mall of America" laut CNN. "Wir haben zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Manche werden dem Gast auffallen, andere nicht." Dies sei "ein sehr sicherer Ort", teilte die örtliche Polizei in Bloomington nach Angaben der Zeitung "Minneapolis Star Tribune" mit.

Kunden wurden von der Terrordrohung offenbar nicht abgeschreckt. Es sei nicht weniger Betrieb als an jedem anderen Sonntag, sagten Ladenmanager dem Blatt. "Ich habe heute mehr Angst vor der Kälte als vor irgendwelchen Terroristen", sagte die Kundin Mary Lamminen der Zeitung. In der Gegend wurden am Wochenende Minusgrade verzeichnet.

Bei einem Angriff der Al-Shabaab-Miliz auf ein Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi im September 2013 waren etwa 70 Menschen getötet worden. Die Miliz verbreitet in Somalia Angst und Schrecken und verübt auch in Nachbarländern Anschläge. Seit Jahren kämpfen die Extremisten für einen sogenannten Gottesstaat am Horn von Afrika.

CNN

Mall of America

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