Nach Razzia des FBI

US-Justiz ermittelt gegen Trump-Anwalt Michael Cohen

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US-Präsident Trump hatte die Durchsuchung von Cohens Büro als "Schande" und "Angriff auf das Land" bezeichnet. Foto: Pablo Martinez Monsivais/AP

Washington (dpa) - Donald Trumps persönlicher Anwalt Michael Cohen ist bereits seit Monaten Gegenstand von Ermittlungen der US-Justiz. Das ging am Freitag aus Gerichtsunterlagen hervor.

Cohens Bemühen, Teile des bei einer FBI-Razzia beschlagnahmten Beweismaterials wiederzuerlangen, wurde von der Staatsanwaltschaft in New York scharf kritisiert.

US-Präsident Trump hatte die Razzia als "Schande" und "Angriff auf das Land" bezeichnet. Die "New York Times" berichtete, Trump habe noch am Freitag mit Cohen telefoniert. Es sei nicht bekannt, worüber die beiden sprachen.

Wie aus den Dokumenten weiter hervorgeht, konzentriert sich der größte Teil des gesammelten Materials auf Cohens Geschäfte. Berichten zufolge wird gegen Cohen wegen Bankbetrugs ermittelt. Außerdem wird ihm vorgeworfen, er habe gegen Bestimmungen der Wahlkampffinanzierung verstoßen.

Kurz vor der Wahl im Jahr 2016 hatte Cohen seinen Angaben nach aus eigener Tasche 130.000 US-Dollar an die Pornodarstellerin Stephanie Clifford ("Stormy Daniels") gezahlt. Das Geld soll dazu gedient haben, sie von Äußerungen über eine behauptete Affäre mit Trump aus dem Jahr 2006 abzubringen.

Cohen vermittelte auch einen Deal über 1,6 Millionen US-Dollar zwischen dem republikanischen Großspender Elliott Broidy und einem schwangeren Model des Magazins "Playboy". Am Freitag zog Broidy sich als Vize-Finanzchef aus dem RNC zurück, einer Art Parteivorstand der Republikaner.

Gerichtsunterlagen

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