Rassismusdebatte flammt erneut auf

Video: US-Polizist zieht Waffe gegen feiernde Teenager

McKinney - Ein erneuter Fall von Polizeigewalt gegen unbewaffnete schwarze Jugendliche hat in den USA am Montag für Aufregung gesorgt.

Bei dem Vorfall in McKinney im Bundesstaat Texas am Freitag hatte die Polizei nach eigenen Angaben Beschwerden über Lärmbelästigung und miteinander kämpfende Jugendliche bei einer Poolparty erhalten und war deshalb zu der Wohngegend geeilt. Auf Amateur-Videoaufnahmen im Internet sind chaotische Szenen zu sehen. Ein weißer Beamter beschimpft die Jugendlichen wüst und fordert sie auf, sich auf den Boden zu legen. Später wirft und drückt er ein schwarzes Mädchen im Bikini mit dem Gesicht nach unten zu Boden und kniet auf seinem Rücken. Dann werden der Jugendlichen Handschellen angelegt. Gegen zwei schwarze Jungen, die ihr offenbar helfen wollen, erhebt der Polizist seine Waffe. Im Hintergrund rennen Jugendliche umher, um vor den Beamten zu fliehen.

Die Jugendlichen hätten "nicht in der Gegend gewohnt und auch keine Erlaubnis gehabt", sich an dem Schwimmbad aufzuhalten, erklärte die Polizei am Sonntag. Sie hätten sich "geweigert, den Ort zu verlassen". Später sei es den Beamten gelungen, "die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen". Ermittlungen seien eingeleitet und der verantwortliche Polizist sei suspendiert worden.

In den vergangenen Monaten hatten Einsätze der US-Polizei gegen Schwarze immer wieder Zorn in der Bevölkerung hervorgerufen. Vielerorts gab es Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt.

afp

Rubriklistenbild: © screenshot youtube

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