„Mit Würde verlieren“

Nach US-Wahl: Peinlicher Twitter-Post von Donald Trump wieder aufgetaucht - darin zitiert er Putin

Donald Trump und Hillary Clinton schütteln sich die Hand
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US-Wahl 2016: Die Kandidaten Donald Trump und Hillary Clinton geben sich die Hand

Donald Trump liebt Twitter. Verlieren aber nicht. Ein jüngst aufgetauchter Tweet von 2016 wird für ihn nun zur Lachnummer.

Washington, D.C. - „Meiner Meinung nach ist es peinlich. Man muss in der Lage sein mit Würde zu verlieren“, soll Wladimir Putin gesagt haben. So twitterte Donald Trump, kurz nachdem er die US-Wahl 2016 gegen die Demokratin Hillary Clinton gewonnen hatte. „So wahr!“, legte Trump damals nach.

Vier Jahre später sieht die Welt für ihn anders aus. Am Samstag hat Donald Trump* die US-Wahl gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden verloren. Ein Fakt, den er scheinbar nicht wahr haben möchte. Statt seine Niederlage einzugestehen, kämpft er dagegen an und weigert sich, der „Verlierer“ zu sein. Und auch Twitter verhöhnt den scheidenden US-Präsidenten.

Man muss in der Lage sein mit Würde zu verlieren

Wladimir Putin (laut Trump)

Trump misst, wie der Tweet von 2016 zeigt, offenbar mit zweierlei Maß. Damals hatte der Großteils der US-Medien und Umfrage-Plattformen wie Five Thirty Eight Hillary Clinton für die aussichtsreichste Kandidaten für die US-Präsidentschaft nach Barack Obama gehalten. Das trat nicht ein, es folgten vier Jahre unter Trump. Für ihre Anhänger und demokratischen Wähler brach eine Welt zusammen.

Auf diesen Aufschrei, nachdem er gerade das Weiße Haus* für sich erobert hatte, bezieht sich Trump in dem Tweet von 2016, der nun unangenehm für ihn werden kann. In den sozialen Medien wurde er bereits aufgegriffen und verbreitet. Joe Biden*, der „president elect“, nannte Trumps fehlende Kooperation in der Macht-Übergabe und seine Behauptungen einer angeblichen Wahl-Manipulation jüngst „eine Peinlichkeit“. (aka) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Joe Biden wird der 46. US-Präsident der USA. Doch Donald Trump spricht weiter von Wahl-„Betrug“ und will diese anfechten. Warum seine „Lahme-Enten“-Periode noch gefährlich werden könnte.

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