„Nicht auseinanderdividieren lassen“

Das sagt Maas zu Beteiligung an US-Militärschlag - Regierungsmitarbeiter besorgt

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Heiko Maas in Irland und Großbritannien

Außenminister Heiko Maas schließt eine deutsche Beteiligung an einem Militärschlag in Syrien offenbar nicht kategorisch aus. Ein Regierungsvertreter warnt unterdessen vor einer „offenen Konfrontation“ mit Russland.

Dublin - Die USA oder Frankreich haben Deutschland bisher nicht aufgefordert, sich an einem möglichen Militärschlag in Syrien zu beteiligen. „Bisher gibt es keine Anforderung an Deutschland“, sagte Außenminister Heiko Maas am Donnerstag in Dublin. 

Aufhorchen lassen aber die Zwischentöne. Denn Maas betonte zugleich, dass sich die westlichen Verbündeten in dieser Frage nicht auseinanderdividieren lassen dürften. „Wenn man den Druck auf Russland aufrecht erhalten will, dann können die westlichen Partner jetzt nicht auseinanderlaufen.“ Nach Informationen des SPD-Politikers gibt es aber noch keine US-Entscheidung für einen Militärschlag.

Koordinator warnt vor „realer Gefahr“ einer Konfrontation mit Russland

Der neue Transatlantische Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer, zeigte sich unterdessen in einem Interview mit der Deutschen Welle „besorgt“: Es sei „eine reale Gefahr", dass ein US-Angriff auf Syrien zu einer direkten Konfrontation mit Russland führe.

Bei einem mutmaßlichen Giftgaseinsatz auf die Stadt Duma in Ost-Ghuta am Samstag sollen nach Angaben der Hilfsorganisation Weißhelme mindestens 42 Menschen getötet worden sein. Die USA machen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad dafür verantwortlich und haben mit einem Militärschlag gedroht. Auch die Bundesregierung sieht nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel starke Indizien für eine Verantwortung Assads.

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dpa/fn

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