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Steigende Militärausgaben sorgen für Boom bei Rüstungsherstellern

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Von: Katja Thorwarth

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Ein Kampfflugzeug vom Typ Lockheed Martin der US-amerikanischen Luftwaffe hier bei Nato-Übungen.
Ein Kampfflugzeug vom Typ Lockheed Martin der US-amerikanischen Luftwaffe hier bei Nato-Übungen. © Ssgt Danielle Sukhlall/U.S Air/dpa

Der Krieg in der Ukraine und die Sorge um eine längerfristige Bedrohungen durch Russland und China führen zur Erhöhung der US-Waffenproduktion.

Washington D.C. – Die potentiell wachsende militärische Bedrohung der USA sowohl durch China als auch durch Russland führt zu einer Unterstützung der Erhöhung der Pentagon-Ausgaben – und zwar sowohl durch die Demokraten als auch die Republikaner. Entsprechend dürfte der weitere Boom für die Waffenhersteller über die Zeit des Kriegs in der Ukraine hinausgehen.

Wie die New York Times berichtet, ist der Kongress kurz davor, einen nationalen Militärhaushalt für das laufende Haushaltsjahr endgültig zu verabschieden, der voraussichtlich 858 Milliarden Dollar betragen wird: 45 Milliarden Dollar mehr, als von US-Präsident Joe Biden beantragt.

USA: Militärausgaben steigen wegen befürchteter wachsender Bedrohung

Wenn der Haushalt des Pentagon in dieser Höhe genehmigt wird, ist er in den letzten zwei Jahren um 4,3 Prozent pro Jahr gewachsen, so eine Analyse des Center for Strategic and Budgetary Assessments für die New York Times. Weiter heißt es, darin enthalten sei ein 55-prozentiger Anstieg der Mittel für die US-Armee zum Kauf neuer Raketen und ein 47-prozentiger Anstieg für die Waffenkäufe der Marine.

Am vergangenen Freitag (16. Dezember) erklärte Jake Sullivan, Bidens nationaler Sicherheitsberater, dass der Krieg in der Ukraine die „Defizite in der militärisch-industriellen Basis der Nation aufgedeckt habe“. Die müssten behoben werden, um sicherzustellen, dass die USA „in der Lage sind, die Ukraine zu unterstützen und mit Eventualitäten anderswo in der Welt fertig zu werden“.

Deutschland bestellt Kampfjets in den USA

Der größte US-Rüstungskonzern Lockheed Martin etwa hat vom Pentagon bereits Aufträge im Wert von mehr als 950 Millionen Dollar erhalten, um die Raketen-Bestände in der Ukraine aufzufüllen. Gregory J. Hayes, Geschäftsführer vom Rüstungskonzern Raytheon, erklärte Anfang Dezember, innerhalb von zehn Monaten Flugabwehrraketen eigentlich „für sechs Jahre“ verkauft zu haben. „Wir werden also mehrere Jahre brauchen, um unsere Bestände aufzufüllen und neue zu beschaffen.“

Es gibt viele solcher Großaufträge. Sowohl Deutschland als auch die Schweiz haben bei den USA in den letzten Monaten Bestellungen für F-35-Kampfjets im Gesamtwert von 16 Mrd. US-Dollar abgeschlossen. Insgesamt belaufen sich die dem Kongress gemeldeten ausländischen Militärverkäufe im Jahr 2022 auf 81 Mrd. USD, den dritthöchsten Wert der letzten 25 Jahre. (ktho)

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