Iran: Urananreicherung im Zentrum der Atomgespräche

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IAEA-Kontrolleure kontrollieren im iranischen Natanz die Anlagen zur Urananreicherung. Foto: Kazem Ghane/Archiv

Maskat (dpa) - Bei den Atomgesprächen des Irans mit den USA und der EU in Oman ringen Unterhändler um Fortschritte. Ziel ist es, bis zum 24. November eine Einigung zu erreichen. "In Maskat dürfen wir zwar keinen Durchbruch erwarten, aber eine Weichenstellung dafür schon", sagte Irans Vizeaußenminister Abbas Araghchi.

Bei den Atomgesprächen in Oman stehen nach iranischen Angaben Fragen der Urananreicherung im Mittelpunkt. Es gehe darum, wie viel Uran Teheran anreichern dürfe und wie viele Zentrifugen dafür eingesetzt werden dürfen, betonte Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am Sonntag in Maskat, der Hauptstadt des Golfstaates Oman. "Wir haben für die technischen Streitpunkte einige gute Lösungen", sagte er iranischen Medien.

Eine dieser Lösungen soll unbestätigten Berichten zufolge die Lagerung iranischer Uranvorräte in Russland vorsehen. Kurz nach dem Beginn der Verhandlungen in Maskat wurde in Teheran berichtet, dass der iranischen Atomchef schon am Dienstag nach Moskau reisen wird. Ob die Verhandlungen zwischen Ali Akbar Salehi und der russischen Seite im Zusammenhang mit der Lagerung des Urans zu sehen ist, wurde jedoch nicht erläutert.

US-Außenminister John Kerry und die EU-Verhandlungsführerin Catherine Ashton hatten ihre Gespräche mit Sarif am Morgen aufgenommen. Die internationale Gemeinschaft will sicherstellen, dass der Iran keine Atomwaffen entwickeln kann, Iran fordert ein Ende lähmender Wirtschaftssanktionen.

"Atomwaffen haben keinen Platz in unserer Verteidigungsdoktrin", versicherte Sarif. Die internationale Gemeinschaft müsse sich jedoch auf einen klaren Zeitrahmen für die Aufhebung der Sanktionen festlegen. "Sanktionen sind im Atomstreit keine Lösung, sondern ein weiteres Problem", sagte der Außenminister.

Nach den trilateralen Verhandlungen treffen sich am Dienstag in Maskat dann auch die Vertreter der 5+1 Gruppe - die fünf UN-Vetomächte sowie Deutschland - mit Ashton und Sarif. Ab 18. November kommen dann alle Parteien in Wien zum finalen Treffen zusammen. Bis zum 24. November wollen die sieben Staaten eine Einigung erzielen und den fast 12-jährigen Konflikt zu einem Ende zu bringen.

Nachrichtenagentur ISNA, Persisch

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