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Putins Atomkoffer-Träger offenbar schwer verletzt aufgefunden – Mysteriöser Vorfall gibt Rätsel auf

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Von: Momir Takac

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Putins Atomkoffer-Träger, Vadim Zimin, wurde in Russland angeschossen aufgefunden. Er kämpft offenbar um sein Leben.
Putins Atomkoffer-Träger, Vadim Zimin, wurde in Russland angeschossen aufgefunden. Er kämpft offenbar um sein Leben. © IMAGO / Russian Look

Vadim Zimin soll in seiner Wohnung mit einer Schusswunde aufgefunden worden sein. Der Oberst im Ruhestand ist bekannt als Träger des Atomkoffers des Präsidenten.

Moskau - Nahe Moskau hat sich offenbar ein mysteriöser Vorfall ereignet. Vadim Zimin ist demnach in seiner Wohnung im Nordwesten der Hauptstadt Russlands schwer verletzt aufgefunden worden.

Der russische Oberst im Ruhestand und Ex-Bodyguard wurde Berichten zufolge von dessen Bruder in der Küche in einer Blutlache liegend vorgefunden. Er soll eine Schusswunde am Kopf haben und auf der Intensivstation um sein Leben kämpfen. Der Bruder soll sich zum Zeitpunkt des Schusses im Badezimmer aufgehalten haben, wie merkur.de berichtete.

Vadim Zimin mit Schussverletzung aufgefunden: Wer hat es auf Putins Atomkoffer-Mann abgesehen?

Zimin war bekannt, weil er bereits für den damaligen Präsidenten Boris Jelzin und auch für Wladimir Putin den Atomkoffer trug, der jederzeit in der Nähe des Präsidenten aufbewahrt wird. In dem Aktenkoffer, auch Cheget genannt, befinden sich Kommunikationsgeräte, womit die Befehlskette zum Abschuss von Atomwaffen in Gang gesetzt wird.

Über den Vorfall in Krasnogorsk berichtete via Twitter auch der in den USA lebende Kreml-Kritiker Igor Sushko, der Insider-Informationen und Spekulationen aus Russland übersetzt.

Putins Atomkoffer-Träger schwer verletzt: Zeitung berichtet über Ermittlungen gegen Zimin wegen Korruption

Zu einem Bild, das Zimin mit Putin zeigt, schrieb Sushko: „Am 20. Juni, dem Vorabend seines 53. Geburtstages, ist der pensionierte Oberst Vadim Zimin, der früher für den Nuklearkoffer des russischen Präsidenten verantwortlich war, verwundet in seiner Wohnung im Stadtbezirk Krasnogorsk aufgefunden worden. Er war zuletzt beim Zoll tätig.“ Der Kreml-Kritiker erwähnte auch ein Gerücht, dass Zimin inzwischen verstorben sei.

Die mysteriöse Schussverletzung gibt ohnehin Rätsel auf. Neben Zimin soll eine Pistole gelegen haben, berichtet der britische Mirror. Sushko schreibt von Gerüchten aus Russland, wonach Zimin Suizid begangen haben könnte.

Die russische Zeitung Moskowski Komsomolez berichtet von Ermittlungen gegen den 53-Jährigen wegen Korruption. Zimin soll in seiner leitenden Funktion als Zollbeamter Bestechungsgelder angenommen haben. Deshalb soll er in seiner Wohnung auch unter Hausarrest gestanden haben. Verwirrung gibt es auch über Putin. Läuft ein Putsch gegen den Kremlchef? (mt)

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