Papas bleiben zuhause

Immer mehr Väter beanspruchen Elterngeld

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In Bayern nimmt mehr als jeder dritte Vater das Elterngeld in Anspruch.

Wiesbaden - Der Anteil der Väter, die Elterngeld in Anspruch nehmen, hat einen neuen Höchststand erreicht. Im Jahr 2011 bezogen Väter von 181.000 Kindern Elterngeld, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Bei rund 663.000 geborenen Kindern entsprach das also einer Väterbeteiligung von 27,3 Prozent; sie lag damit noch einmal um zwei Prozent über der im Jahr 2010. Mütter bezogen laut dem Bundesamt im Jahr 2011 in 95 Prozent der Fälle Elterngeld.

Die höchste Väterbeteiligung gab es nach Angaben der Statistiker im Jahr 2011 wie schon zuvor in Bayern mit 35,8 Prozent und in Sachsen mit 35,6 Prozent. Am niedrigsten war sie im Saarland mit 17,5 Prozent. Nach wie vor bezogen laut Statistik 77 Prozent der Väter Elterngeld für maximal zwei Monate. Knapp sieben Prozent der Väter nahmen die Leistung für zwölf Monate in Anspruch.

Mütter bezogen wie schon in den Jahren zuvor in neun von zehn Fällen das Elterngeld für zwölf Monate. Wie die Statistik weiter ausweist, lag im Jahr 2011 der durchschnittliche Elterngeldanspruch von Vätern, die vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig waren, im ersten Bezugsmonat bundesweit bei 1.204 Euro. Er überstieg damit den vergleichbaren Anspruch von Müttern in Höhe von durchschnittlich 868 Euro um mehr als ein Drittel.

Das Elterngeld war mit Beginn des Jahres 2007 eingeführt worden. Es wird bis zu zwölf Monate gezahlt und um zwei sogenannte „Partnermonate“ verlängert, wenn der zweite Elternteil mindestens für diese beiden Monate die Elternzeit in Anspruch nimmt und wenn ein Elternteil während des Bezugszeitraums sein Einkommen reduziert.

kna

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