Verstaatlichte Ölfelder

Venezuela muss Exxon eine Milliarde zahlen

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Die Schlichtungsstelle der Weltbank ICSID sprach dem Ölkonzern Exxon 1,6 Milliarden Dollar zu.

Caracas - Weil Venezuelas Ex-Präsident Hugo Chávez Projekte von Exxon Mobil verstaatlichte, muss Venezuela den US-Ölkonzern mit umgerechnet 1,3 Milliarden Euro entschädigen.

Wegen der Verstaatlichung des Ölsektors vor sieben Jahren soll Venezuela dem US-Ölkonzern Exxon Mobil eine Entschädigung von 1,6 Milliarden Dollar (knapp 1,3 Milliarden Euro) zahlen. Das wurde am Donnerstag von einem dreiköpfigen Schiedsgremium festgesetzt, das von der Weltbank beauftragt worden war. Es geht um die Verstaatlichung des Projektes Cerro Negro am Orinoco zu Zeiten des im März 2013 gestorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez.

Exxon Mobil hatte sich mehr Geld erhofft

Exxon Mobil hatte auf eine Entschädigung in Höhe von zwölf Milliarden Dollar geklagt. Die Entschädigung wurde vom International Centre for Settlement of Investment Disputes (Icsid) festgesetzt. Dort sind diverse Verfahren anhängig, die sich um die Verstaatlichungspolitik in Venezuela unter Chávez drehen. Venezuela trat 2012 aus diesem Gremium aus. Die Verfahren, die sich auf die Zeit davor beziehen, haben jedoch noch eine rechtlich bindende Wirkung.

Venezuelas Außenminister ist zufrieden mit Entscheidung

Venezuelas Außenminister, Ex-Erdölminister Rafael Ramírez, begrüßte die Entscheidung. Die Schlichtungsstelle habe gegen die „exorbitanten und nie gerechtfertigten“ Entschädigungsforderungen des US-Konzerns entschieden. Der Spruch habe klar gemacht, dass der siebenjährige Streit mit gigantischen Forderungen und skandalösen Manövern von Exxon vollkommen unnötig gewesen sei. Die jetzt festgelegte Entschädigungssumme bewege sich im vernünftigen Rahmen.

AFP/dpa

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