Nach schwierigen Monaten

Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen: Maas will Netanjahu treffen

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Antrittsbesuch von Außenminister Heiko Maas in Polen

Außenminister Heiko Mass will sich in Kürze mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treffen, um die deutsch-israelischen Beziehungen zu verbessern.

Warschau - Bundesaußenminister Heiko Maas und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wollen sich in Kürze treffen. Das vereinbarten die beiden in einem Telefonat, in dem Netanjahu dem SPD-Politiker am Freitag zur Amtsübernahme gratulierte. Maas habe in dem Gespräch unterstrichen, dass die Verpflichtung des Kampfes gegen Antisemitismus „sowohl Wesenskern des Selbstverständnisses Deutschlands als auch Fundament seiner persönlichen politischen Biografie ist“, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mit.

Maas hatte am Mittwoch in seiner Antrittsrede erklärt, einen besonderen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Verbesserung des zuletzt sehr angespannten deutsch-israelischen Verhältnisses legen zu wollen. Er begründete das mit seinem politischen Werdegang. „Ich bin wegen Auschwitz in die Politik gegangen“, sagte er.

Nach Gabriel-Eklat: Deutsch-israelischen Beziehungen angespannt

Seit Anfang vergangenen Jahres sind die deutsch-israelischen Beziehungen angespannt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte damals offensichtlich aus Verärgerung über die israelische Siedlungspolitik im palästinensischen Westjordanland die Regierungskonsultationen mit Israel auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben. Kurz danach kam es zu einem Eklat beim Antrittsbesuch von Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) in Israel. Netanjahu ließ ein Treffen mit Gabriel platzen, weil dieser sich mit regierungskritischen Organisationen verabredet hatte. Dieser Konflikt wurde aber im Januar bei einem weiteren Besuch Gabriels ausgeräumt.

Lesen sie auch: Antrittsbesuch in Paris: Maas will „europäische Antwort“ geben

dpa

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