Verbot von Down-Syndrom-Bluttest gefordert

Berlin - Der Bundesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, hat die Bundesländer zum Verbot eines neuen Schwangerschafts-Bluttests auf das Down-Syndrom (Trisomie 21) aufgerufen.

Das Down-Syndrom geht auf einen Fehler im Erbgut zurück: Betroffene haben einen Erbgutabschnitt, ein sogenanntes Chromosom, zu viel. Das Chromosom 21 liegt bei ihnen nicht wie im Normalfall zweifach, sondern dreifach vor. Daher kommt auch die Bezeichnung Trisomie (Verdreifachung) 21. Auf annähernd 700 Geburten kommt nach Angaben des Arbeitskreises Down-Syndrom durchschnittlich ein Kind mit Trisomie 21. Mit höherem Alter der Eltern steigt die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen.

Charakteristisch sind körperliche Auffälligkeiten und eine verminderte Intelligenz. Typische organische Probleme sind Herzfehler, die Anfälligkeit für Infekte und Schwerhörigkeit. Wissenschaftlich beschrieben wurden die Besonderheiten von Menschen mit Trisomie 21 erstmals vom englischen Neurologen John Langdon-Down (1828-1896) im Jahr 1866.

dpa

 

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