Verdächtige Briefe vor Bundespräsidentenwahl

Karlsruhe - Mehrere Wahlleute für die Bundespräsidentenwahl haben verdächtige Briefe erhalten. Polizei und Feuerwehr rückten im Bundesverteidigungsministerium an.

Ein Sprecher des hessischen Landeskriminalamtes (LKA) sprach am Mittwoch von einer Vielzahl von Briefen, die in mehreren Bundesländern aufgetaucht seien. “Eine Gefährdung für die Empfänger bestand nicht“, betonte er in Wiesbaden. Die Sendungen enthielten seinen Angaben nach ein weißes Pulver, Metallkügelchen und Gutscheine eines Schnellrestaurants.

Die Briefe stammen nach ersten Erkenntnissen von einem Karlsruher. “Bislang gibt es jedoch keinen Anfangsverdacht für eine Straftat“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Verdächtige habe vermeintlich wichtige Unterlagen für die Präsidentenwahl verschickt, die sich dann als Imbissgutscheine entpuppten. “Irgendwelche Drohungen, sei es auch nur verdeckt, gab es nach dem jetzigen Informationsstand nicht.“

Präsidenten-Kandidat Joachim Gauck im Porträt

Präsidenten-Kandidat Joachim Gauck im Porträt

Auch im Wahlkreisbüro von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) in Dresden war am Dienstag ein Brief eingetroffen, der von der Polizei und der Feuerwehr abgeholt wurde, bestätigte am Mittwoch seine Büroleiterin. Schreiben gingen ebenso bei FDP-Bundestagsabgeordneten in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Bayern und Berlin ein, war aus der Parteizentrale in Berlin zu erfahren.

dpa

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