Verdi droht mit Arbeitskampf

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Die Tarifangestellten der Länder fordern mehr Geld und eine bessere Altersversorgung. Foto: Daniel Naupold

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst könnte eskalieren: Nach vielen Warnstreiks droht die Gewerkschaft Verdi mit Arbeitskampf. Doch zunächst wird wieder verhandelt. Die Arbeitgeber sind am Zug.

Berlin (dpa) - Vor der dritten Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder hat die Gewerkschaft Verdi mit Streik gedroht. Falls die Arbeitgeber in der vorerst letzten Verhandlungsrunde kein Angebot vorlegten, könnte es zu einem Arbeitskampf kommen.

Das sagte Verdi-Chef Frank Bsirske am Rande einer Verdi-Landeskonferenz in Landsberg bei Halle. Die jüngsten Warnstreiks hätten gezeigt, dass die Beschäftigten zu Streikmaßnahmen bereit seien.

Seit Mittwoch haben sich nach Gewerkschaftsangaben bundesweit rund 100 000 Beschäftigte der Länder an Warnstreiks beteiligt. Zum Abschluss der zweiten Warnstreikwoche legten rund 9000 Angestellte in Bayern und Baden-Württemberg die Arbeit nieder. An den Protesten beteiligten sich Mitarbeiter von Kliniken, Schulen und Hochschulen, aus Verwaltungen, Gerichten, Theatern und Straßenmeistereien. Die GEW geht davon aus, dass in Baden-Württemberg wegen des Warnstreiks bis zu 8000 Stunden Unterricht ausfielen.

Die Tarifverhandlungen werden am 16./17. März in Potsdam fortgesetzt. Die Gewerkschaften fordern für die 800 000 Tarifangestellten der Länder 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr im Monat. Die Länder halten das für nicht bezahlbar. Daneben geht es auch um die betriebliche Altersvorsorge und die Befristung von Verträgen. Die Arbeitgeber haben noch kein Angebot vorgelegt. Das Tarifergebnis soll zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamten sowie rund 700 000 Pensionäre übertragen werden.

Tarifforderung Verdi

Tarifvertrag für die Länder 2013

DBB zur Einkommensrunde 2015

Verdi zur Tarifrunde 2015

Aufruf GEW

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