Verfassungschutz in Sachsen warnt

Rechtsextreme übernehmen Anti-Asyl-Bewegungen wie Pegida

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Neonazis übernehmen laut Verfassungsschutz bei Anti-Asyl-Bewegungen immer mehr das Kommando.

Dresden - Der sächsische Verfassungsschutz warnt vor einer Übernahme bisher bürgerlicher Protestbewegungen gegen die Asylpolitik durch Rechtsextremisten.

Anlass ist ein für den 9. April angekündigter Sternmarsch in Aue, zu dem der NPD-Kreisvorsitzende im Erzgebirge, Stefan Hartung, im Namen einer rechtsextremistischen Initiative aufgerufen hat.

„Fanden die Sternmärsche bislang unter der Ägide asylkritischer, aber nichtextremistischer Bürgerinitiativen statt, so tritt mit Stefan Hartung am 9. April 2016 nun erstmals offen und für jedermann ersichtlich ein bekannter Rechtsextremist als Anmelder und Organisator einer solchen Großveranstaltung auf“, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Analyse des Landesamtes für Verfassungsschutz.

Ziel ist die Übernahme

Dies mache die „fortschreitende Erosion der Grenzen zwischen der rechtsextremistischen Szene und nichtextremistischen Initiativen im Rahmen der Asylthematik“ deutlich. Ziel der Extremisten sei es, die Protestbewegung schließlich zu übernehmen und selbst anzuführen.

dpa

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