BGH-Entscheidung

"Kein Freibrief": Kommentar zu gekipptem Haustierverbot

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Kassel. Die Haltung von Hunden und Katzen dürfen Vermieter künftig nicht generell verbieten, wie der Bundesgerichtshof jetzt entschieden hat. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl.

"Mit diesem Urteil können alle leben: Vermieter dürfen die Haltung von Katzen und Hunden in ihren Standardmietverträgen nicht generell verbieten.

Das freut die Oma, die ohne ihre Katze einsam wäre, genau wie die Familie, deren Kinder sich niemals vom geliebten Vierbeiner trennen würden.

Aber auch Vermieter können mit dem Urteil umgehen, denn die Richter haben den Tierfreunden keinen Freibrief erteilt, sondern eine Abwägung im konkreten Einzelfall verlangt.

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Das ist für große Wohnungsgesellschaften vielleicht ärgerlich, doch mit einem generellen Verbot hatten sie es sich – wie im Falle der Klägerin im jetzt beschiedenen Falle – gar zu einfach gemacht.

Letztlich haben die Richter dem gesunden Menschenverstand das Wort geredet: Wenn jemand Hunde und Katzen halten will in einem Mietshaus, muss vorher nachvollziehbar geklärt werden, ob die Interessen anderer Mieter und der Eigentümer verletzt werden.

Eine Richtung, welcher der Bundesgerichtshof im Übrigen schon länger folgt, wenn es um Tierhaltung geht. Ohne gegenseitige Rücksichtnahme funktioniert das Zusammenleben einfach nicht." wet@hna.de

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