Mindestens drei Tote bei Absturz eines Kleinflugzeugs in Südhessen

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Egelsbach. In der Nähe des Flugplatzes Egelsbach (Landkreis Offenbach) ist am Donnerstagabend ein Kleinflugzeug abgestürzt und ausgebrannt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei gibt es mindesten drei Tote.

Befürchtet wurden am Abend allerdings sogar bis zu fünf oder sechs Tote. Ein Polizeisprecher am Unfallort sagte, zunächst seien drei Leichen gefunden worden. Auf dem Flugplatz war eine Maschine vom Typ Cessna mit bis zu sechs Menschen an Bord erwartet worden: vier Passagiere sowie der Pilot und sein Copilot.

Unklar war, ob das in Linz in Österreich gestartete Flugzeug noch einen Zwischenstopp eingelegt hatte. Die Polizei hatte keine Hoffnung, dass einer der Insassen den Absturz überlebt haben könnte.

Das zwölfsitzige Flugzeug krachte gegen 19 Uhr, wenige Kilometer vor der Landebahn, in ein Waldstück nahe der Bundesstraße 3. Nach ersten Erkenntnissen streifte es im Sinkflug Baumwipfel, zerschellte am Boden und ging in Flammen auf.

Artikel aktualisiert um 22.15 Uhr.

Ein Polizeisprecher sagte, zum Zeitpunkt des Unglücks sei es in der Gegend nebelig gewesen. Die Rettungskräfte seien mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich wegen der Dunkelheit sehr schwierig. Der Flughafenbetreiber konnte zunächst keine näheren Angaben zu dem Unglück machen und bestätigte nur den Absturz.

Der Flugplatz Egelsbach liegt nur wenige Kilometer südlich von Frankfurt. Er konzentriert sich vor allem auf Geschäftsreisende in kleineren Flugzeugen sowie Hubschraubern. Nach eigenen Angaben ist er der größte deutsche Privatflugplatz.

Erst im Juni 2010 starb beim Absturz eines Sportflugzeugs nahe des Flugplatzes ein 54-jähriger Passagier. Der 56 Jahre alte Pilot, der wegen eines Strömungsabrisses nach einem Steigflug die Kontrolle über die einmotorige Maschine verloren hatte, wurde schwer verletzt.

Anfang Dezember 2009 waren unweit der jetzigen Unfallstelle drei Geschäftsleute aus dem Raum Offenbach beim Absturz eines zweimotorigen Kleinflugzeugs ums Leben gekommen. Als Unglücksursache wurde damals ein Pilotenfehler ebenfalls im Nebel vermutet. (dpa)

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