Historisch belastet

Verpönte Gesänge auf Bundeskongress: AfD-Spitze rügt „Junge Alternative“

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Alexander Gauland (AfD, r), Fraktionsvorsitzender im Bundestag, und Damian Lohr (M), JA-Bundesvorsitzender auf dem Bundeskongress der Jungen Alternative (JA) für Deutschland.

Die AfD-Spitze hat den Vorsitzenden ihrer Jugendorganisation „June Alternative“ aufgefordert, in den eigenen Reihen für „Ordnung“ zu sorgen. Hintergrund ist ein Vorfall in Thüringen.

Die AfD-Spitze hat die Junge Alternative (JA) aufgefordert, Ordnungsmaßnahmen gegen auffällige Mitglieder einzuleiten. Wie am Freitag nach einer Sitzung des Bundesvorstandes aus Teilnehmerkreisen verlautete, trug das Gremium dem Vorsitzenden der AfD-Jugendorganisation, Damian Lohr, auf, in der JA „Ordnung“ zu schaffen. Sanktionen wurden den Angaben zufolge nicht beschlossen.

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Von den beiden Parteichefs nahm an der Sitzung nur Jörg Meuthen teil. Der Co-Vorsitzende Alexander Gauland trat am Freitag bei einer AfD-Veranstaltung in Rheinland-Pfalz auf.

Anfang Juni hatten Teilnehmer eines Bundeskongresses der Jungen Alternative (JA) im thüringischen Seebach die erste Strophe des Deutschlandliedes gesungen - mit der historisch belasteten Textzeile „Deutschland, Deutschland über alles“. Die Nationalhymne ist die dritte Strophe. Auf dem Podium stand bei der Veranstaltung ein Laptop mit einem Aufkleber der Identitären Bewegung, die der Verfassungsschutz beobachtet. Da die Junge Alternative als Verein organisiert ist, sind die Hürden für einen Rauswurf von Mitgliedern weniger hoch als bei einer Partei.

Damian Lohr (24) ist Mitglied des Landtags von Rheinland-Pfalz.

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dpa

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