USA greifen nach Anschlag durch

Einreisebestimmungen für Studenten verschärft

Washington - Die USA wollen nach dem Bombenanschlag von Boston einreisende Ausländer mit Studentenvisum genauer überprüfen.

Das Heimatschutzministerium wies die Grenzbeamten an, mit einer zusätzlichen Kontrolle sicherzustellen, das jeder einreisende internationale Student auch ein gültiges Studentenvisum besitzt, wie aus einer internen Mitteilung hervorgeht. Die USA wollen damit eine Lücke beim Grenzschutz schließen, die einem der kasachischen Studenten, die den Tatverdächtigen von Boston nach dem Attentat geholfen haben sollen, die Einreise erlaubt hatte.

Das neue Prozedere gelte "ab sofort", hieß es in der am Donnerstag verbreiteten Mitteilung, die der Nachrichtenagentur AP am Freitag zugespielt wurde. Am Mittwoch hatte die US-Regierung eingestanden, dass einer der Kasachen im Januar ohne gültiges Studentenvisum wieder in die USA zurückkehren konnte. Der zuständige Grenzbeamte hatte damals keinen Zugang zu den Daten des abgelaufenen Studentenvisums im Informationssystem der Heimatschutz-Sicherheitsabteilung für Studenten. Ein Sprecher hatte daraufhin bereits angekündigt, diese Sicherheitslücke zu schließen.

Die Anordnung ist die erste neue Sicherheitsmaßnahme der US-Regierung im Zusammenhang mit dem Anschlag von Boston. Die beiden Kasachen waren am Mittwoch wegen Behinderung der Justiz festgenommen worden. Sie sollen den mutmaßlichen Bombenlegern von Boston geholfen haben, sich eines Rucksacks mit Feuerwerkskörpern zu entledigen.

AP

Rubriklistenbild: © ap

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