Rahmenvereinbarung mit Airbus

Verteidigungsministerium erneuert Hubschrauberflotte

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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Berlin - Nach anhaltender Kritik an der Ausstattung der Bundeswehr hat das Verteidigungsministerium beschlossen nachzurüsten. Nun sollen neue Hubschrauber her.

Das Bundesverteidigungsministerium will mit dem Hersteller Airbus eine Rahmenvereinbarung zur Beschaffung neuer Hubschrauber abschließen. Das teilte das Ministerium am Donnerstag mit und bestätigte damit einen Bericht von „Spiegel Online“. Das dort genannte Gesamtvolumen von 8,5 Milliarden Euro für die Modelle „Tiger“ und „NH90“ bestätigte das Ressort offiziell nicht.

Eine ursprüngliche Vereinbarung mit der Firma Eurocopter stammt aus dem Jahr 1998. Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wurden 2011 neue Obergrenzen festgelegt. Aufgrund von Kostenrisiken hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) auch diese Pläne gestoppt. Statt ursprünglich 120 „NH90“ sollen nun 80 für das Heer, 18 in der Marine-Variante „Sea Lion“ plus 22 Optionen geliefert werden. Statt zunächst 80 „Tiger“ sollen nun 40 operativ eingesetzt werden.

Die 22 Optionen sollten zur Aufstellung eines multinationalen Verbandes genutzt werden, teilte das Verteidigungsministerium weiter mit. Die Bundeswehr wolle dabei „mit einem signifikanten Eigenbeitrag vorangehen“.

Für die Grünen im Bundestag sagte dazu die sicherheitspolitische Sprecherin Agnieszka Brugger: „Der neue Hubschrauber-Deal ist kein gutes Geschäft.“ Es würden zwar weniger Exemplare abgenommen als geplant, die Einspareffekte müsse man aber „mit der Lupe suchen“.

dpa

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