HNA-Kommentar

Barbara Will über die katholische Kirche: Vertrauen restlos verspielt

Barbara Will

Für den Bau des umstrittenen Limburger Bischofssitzes sollen Millionen Euro Stiftungsgeld zweckentfremdet worden sein. Trifft das zu, hat die Kirche ein Vertrauensproblem, das schwerer wiegt als das finanzielle, meint Barbara Will.

Mit der Kostenexplosion für seinen Bischofssitz hat Franz-Peter Tebartz-van Elst der katholischen Kirche bereits einen gewaltigen Finanz- und Imageschaden eingebrockt. Wenn die neuen Vorwürfe stimmen, ist das Bistum als moralische und religiöse Instanz restlos am Ende. Dass ausgerechnet Geld einer Stiftung in den Prunkbau floss, die einst für soziale Zwecke gegründet worden war, können auch die treuesten Gläubigen nicht hinnehmen.

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Tebartz-van Elst mag mit dem Bau überfordert gewesen sein, als Kirchenoberhaupt ungeeignet oder auch luxusverliebt – , aber er ist nicht der Südenbock des Limburger Skandals.

Ursache ist vielmehr ein System, das Vertuschung und Verschleierung begünstigt und Kontrollen zur Farce werden lässt. Das Limburger Millionendesaster ist kein Problem des Bistums, es ist ein Problem der Kirche. Sie braucht nicht nur seelsorgerische, sondern auch betriebswirtschaftliche Kompetenz. Glauben ist gut, Transparenz und Kontrolle macht er aber nicht überflüssig.

E-Mail: wll@hna.de

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