Verunglückter McLaren-Mercedes war mit Tempo 250 unterwegs

Kelkheim. Der McLaren-Mercedes, mit dem am 6. September nahe Kelkheim in Südhessen zwei Automechaniker aus Frankfurt in den Tod gerast sind, war mit Tempo 250 unterwegs. Das haben Gutachter herausgefunden, die im Auftrag von Polizei und Staatsanwaltschaft Licht in den mysteriösen Unfall bringen sollen.

Bisher war lediglich von „hoher Geschwindigkeit“ die Rede - der Sportwagen mit deutlich über 600 PS ist sogar für 330 Stundenkilometer gut.

Wie das Polizeipräsidium in Wiesbaden auf Anfrage unserer Zeitung weiter mitteilte, ist Tempo 250 im Bereich der Unfallstelle nicht verboten: Die B8 ist hier autobahnähnlich in jeder Richtung mit zwei Fahrspuren und Mittelleitplanke ausgebaut. Radierspuren auf der Straße kurz vor der Böschung, über die die beiden 32 und 37 Jahre alten Autoinsassen mit dem Boliden eine 12 Meter tiefe Böschung hinabschossen, stammten nach Polizeiangaben allein von dem Unfallauto.

Ein seit Wochen gesuchter zweiter dunkler Wagen, den ein Zeuge im Bereich der Unfallstelle die Fahrspur wechseln sah, ist nach wie vor nicht ermittelt. Ob dieser Fahrspurwechsel den Unfall mitverursacht haben könnte, habe der Zeuge nicht sagen können, so das Polizeipräsidium weiter.

Nach Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) gehört das verunglückte Nobel-Auto (Neupreis: fast 500 000 Euro) einem Logistikunternehmer aus Heppenheim. Die Werkstatt, für die die tödlich Verunglückten unterwegs gewesen waren, soll auf den Verkauf, die Reparatur und Wartung getunter und besonders PS-starker Mercedes-Fahrzeuge spezialisiert sein. (wrk)

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