Obwohl Jäger mehr Hirsche schiessen als geplant, wimmelt es im Harz von den Tieren

So viel Rotwild wie nie

Majestätisch: Über 6000 Rotwild-Tiere sollen inzwischen durch den westlichen Teil des Harzes streifen. Im Nationalpark sind die Hirsche außerhalb der Jagdsaison ungestört. Foto:  dpa

BAD LAUTERBERG. Im Harz lebt mehr Rotwild als je zuvor. Der Gesamtbestand im niedersächsischen Teil des Mittelgebirges sei inzwischen auf rund 6000 Tiere angewachsen, sagte der Leiter des Rotwildringes Harz (RRH), Dieter Holodynski. Im vergangenen Jahr waren es noch rund 1000 Tiere weniger. Vor einem Jahrzehnt waren in der Region sogar nur etwa 3500 Hirsche gezählt worden.

Der Bestand habe sich weiter vermehrt, obwohl zuletzt deutlich mehr Hirsche erlegt wurden als in den Vorjahren. Im Jagdjahr 2011 haben Jäger und Förster im Westharz insgesamt 1859 Stück Rotwild geschossen. Damit sei der Abschussplan sogar übererfüllt worden, sagte Holodynski.

Zuwanderer aus dem Osten

Ein Grund für die Zunahme des Rotwildes sei es vermutlich, dass die Tiere im Nationalpark außerhalb der Jagdsaison weitgehend ungestört seien. „Sie fühlen sich dort sehr wohl“, sagte der RRH-Leiter. Offensichtlich sei aber auch relativ viel Rotwild aus Thüringen zugewandert. Dies lasse sich aus den ungewöhnlich hohen Abschusszahlen in der Region um Bad Lauterberg folgern. Allein dort seien im abgelaufenen Jagdjahr rund 460 Tiere erlegt worden. Im Nationalpark lag die Abschusszahl bei etwa 480. Die Geweihe der 200 stärksten erlegten Hirsche sollen im April während der traditionellen Geweihschau des Rotwildringes in Bad Lauterberg gezeigt werden.

Dort sei dann auch das Geweih eines im Forstamtsbezirk Riefensbeek erlegten Tieres zu sehen, das von der Größe her eher an die Schaufeln eines Elchs erinnere, sagte Holodynski.

Der Rotwildring Harz ist eine der größten und ältesten Rotwild-Hegegemeinschaften Deutschlands. Er betreut den etwa 100 000 Hektar großen Lebensraum des Rotwildes im niedersächsischen Harz. (lni)

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