Kommentar zur den Ängsten der Deutschen: "So viele Chancen"

Die größte Angst der Deutschen dreht sich ums Geld. Doch auch Krieg und das Älterwerden bereitet viele Sorgen. Ein Kommentar von HNA-Politikchef Tibor Pésza.

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Angst ums Geld, Angst vor Krieg, Angst vorm Älterwerden - ist sie wirklich deutsch, die Angst, die uns als so typisch nachgesagt wird? Als „German Angst“ hat sie neben wenigen anderen deutschen Worten wie Weltschmerz und Kindergarten sogar Eingang ins Englische gefunden. Mit der Angst und den Deutschen ist es ungefähr so wie in jenem Witz, in dem einer sagt: Ich weiß, dass ich unter Verfolgungswahn leide. Aber ich habe ja auch Gründe.

Und dann sowas: Die Deutschen haben so wenig Angst wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Das ist eine der besten Nachrichten dieser Tage. Denn nichts kann Menschen und ganze Gesellschaften so sehr zum Schlechten verändern, wie es die Angst kann.

Angst vor den Russen? Angst vor der Nato? Angst vor dem Islam? Angst vor Inflation oder Deflation? Getrieben von medialen Zuspitzungen, sieht manch einer sich umstellt von allen möglichen Gefahren. Und merkt nicht, dass nicht jedes düstere Weltbild auf eine düstere Welt hindeuten muss. So viele Gefahren? So viele Chancen!

Was ist das Gegenteil von Scharfmachern und Angstbeißern? Es sind besonnene, ausgleichende, optimistische Menschen. Wie es scheint, stellen sie in unserem Land eine große Mehrheit. Gut so.

Mail an den Autor: tpa@hna.de

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