„Viele Fehler gemacht“

Kurz gefragt: Lasse Becker über die FDP-Wahlschlappe

Lasse Becker (30), Vorsitzender der Jungen Liberalen, über die FDP-Wahlschlappe

Wenig Zeit hatte gestern der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Lasse Becker. Nach dem desaströsen Wahlausgang der Mutterpartei, jagte in Berlin eine Sitzung die andere, um die Weichen für einen Neuanfang zu stellen.

Herr Becker, haben Sie mit einem so katastrophalen Ergebnis für die FDP gerechnet?

Lasse Becker: Nein. So schlimm habe ich es mir nicht vorgestellt, wenngleich die Vorzeichen von vornherein nicht so gut waren.

Was sind die Gründe für den Absturz der Partei?

Becker: Die Fraktion hat in der Legislaturperiode viele Fehler gemacht und Vertrauen verspielt. Hinzu kam eine grauenhafte Wahlkampagne. Da konnte am Ende selbst die Bettelkampagne um die Zweitstimmen nicht mehr helfen.

Wie kann sich die FDP aus diesem tiefen Tal wieder nach oben arbeiten?

Becker: Als erstes müssen wir inhaltliche Konsequenzen aus der Wahlschlappe ziehen. Das heißt, die begangenen Fehler müssen analysiert werden, um bei den Wählern verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Sind für solch einen Neuanfang nicht auch personelle Konsequenzen nötig?

Becker: Natürlich. Mit einem neuen Team muss ein Programm mit klarem inhaltlichen Profil erarbeitet werden, das die Partei zurück in die Erfolgsspur führt. Mit dem Rücktritt des Parteivorstandes und der Ankündigung Christian Lindners, um den Parteivorsitz zu kandidieren, ist der Schritt vollzogen worden.

Sie gehören dem Parteivorstand an, können Sie sich vorstellen, noch mehr Verantwortung zu übernehmen?

Becker: Ich bin noch sehr, sehr jung. Zunächst werde ich an führender Position in der Partei weiter dafür kämpfen, dass wir an vergangene Erfolge anknüpfen. (kil)

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