Landtagswahl am Sonntag

Viele haben bereits per Brief gewählt

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Hannover. Die Zahl der Briefwähler in Niedersachsen ist wenige Tage vor der Landtagswahl am Sonntag schon jetzt höher als am letztmöglichen Abgabetermin für die Wahl im Jahr 2008.

Das hat eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergeben. 2008 entschieden sich 363 387 Menschen für eine Briefwahl - das waren sechs Prozent der Wahlberechtigten.

In HANNOVER haben nach Angaben der Stadt bislang knapp 30.000 Menschen die Briefwahl beantragt. Bei der Landtagswahl 2008 waren es insgesamt rund 28.500. Grund könnte sein, dass die Unterlagen mittlerweile einfacher zu bekommen seien, sagte ein Sprecher. Unter anderem müssten die Wähler nicht mehr erklären, warum sie per Post abstimmen wollten. "Wer auf einer längeren Reise ist und sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Hotel befindet, kann uns das mitteilen", sagte der Sprecher. In diesem Jahr hätten unter anderem Reisende in Südamerika Post aus Hannover bekommen.

In GÖTTINGEN sind bislang rund 6700 Briefstimmen abgegeben worden. Das entspreche einem Anteil von 7,5 Prozent der Wahlberechtigten, teilte ein Sprecher mit. Zum Vergleichszeitpunkt 2008 hätten sich rund ein Prozent weniger Menschen für den Postweg entschieden. Die leichte Zunahme könnte unter anderem an der unsicheren Wetterprognose für den Wahlsonntag liegen, sagte er.

Auch in HILDESHEIM wurde bereits die Zahl der Briefwähler von 2008 geknackt. Fast 6000 Menschen hätten sich mittlerweile für die Stimmabgabe per Post entschieden, teilte ein Stadtsprecher mit. Vor fünf Jahren seien es insgesamt 5400 Briefwähler gewesen.

WOLFSBURG zählte rund 5900 Briefwahlanträge. Das waren nach Angaben der Stadtsprecherin knapp 800 mehr als zum gleichen Zeitpunkt bei der vergangenen Landtagswahl. Unterm Strich seien es 2008 aber auch rund 5900 Menschen gewesen, die per Post abstimmten. Vor allem das Online-Formular sei sehr beliebt - auch bei der Stadt. Formlose Anträge könnten oft nicht bearbeitet werden, da wichtige Angaben vergessen würden. Das werde durch den Online-Antrag verhindert.

Bis zum Dienstag hatten in BRAUNSCHWEIG mehr als 19 000 Menschen Briefwahlunterlagen angefordert. Vor fünf Jahren waren es insgesamt rund 16 800. "2008 gab es jedoch im Vergleich zu allen vorherigen Landtagswahlen ausgesprochen wenig Briefwähler, und in 2013 haben wir nahezu 5000 zusätzliche Wahlberechtigte", sagte ein Sprecher. Ein enormer Aufwärtstrend sei daher nicht festzustellen. Spürbar sei aber die besondere Rolle, die das Internet spiele. "Die Möglichkeiten auf diesem Wege die Briefwahlunterlagen zu beantragen, werden von den Bürgern gern angenommen." (dpa)

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