CDU-Wirtschaftspolitiker gegen Debatte über spätere Rente

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Je jünger die Menschen sind, desto größer ist dabei die Furcht vor Altersarmut. Foto: Christoph Schmidt/Archiv

Bamberg (dpa) - Der CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann hat vor Verunsicherung der Bevölkerung durch Forderungen nach einem späteren Renteneintritt gewarnt.

"Die Debatte mag sachlich richtig sein, aber sie kommt viel zu früh", sagte der Vorsitzende der CDU/CSU-Wirtschaftsvereinigung (MIT) der Deutschen Presse-Agentur anlässlich der MIT-Vorstandsklausur in Bamberg. Noch nicht einmal die Rente mit 67 sei erreicht, im Gegenteil gebe es etwa mit der abschlagsfreien Rente mit 63 sogar Rückschritte. "Jetzt über die Rente mit 70 zu reden, sorgt nur für Verunsicherung und Skepsis."

Stattdessen müsse freiwilliges längeres Arbeiten attraktiver gemacht werden, verlangte Linnemann. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte die Debatte mit seiner Forderung nach einer Koppelung des Rentenalters an der Lebenserwartung losgetreten.

Linnemann forderte die Unionsparteien auf, gegen Ängste in der Bevölkerung vor einem wirtschaftlichen Abstieg vorzugehen. "Viele in der Mittelschicht haben nicht mehr das Gefühl, dass Ludwig Erhards Wohlstandsversprechen für sie noch gilt", sagte Linnemann. "Mit ihrem Kreuz für die AfD äußern sie ihren Verdruss über die Politik der etablierten Parteien."

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