Verschwörer des Westens?

Vier Impfhelfer in Pakistan ermordet

+
Ein Kind in Pakistan erhält eine Polio-Impfung. Immer wieder kommt es zu Angriffen auf Impfhelfer.

Islamabad - Die im Südwesten Pakistans ermordeten Impfhelfer waren Teil einer Aktion, bei der 300.000 Kinder gegen Polio geimpft werden sollen. Nicht zum ersten Mal sind Impfhelfer das Ziel von Anschlägen. 

Aufständische haben in der südwestpakistanischen Provinz Baluchistan mindestens vier Mitglieder eines Polio-Impfteams ermordet. Der Angriff habe sich am Mittwoch in der Nähe der Provinzhauptstadt Quetta ereignet, sagte ein Polizeisprecher. Drei der Opfer seien Frauen. Eine weitere Frau sei verletzt worden.

Vor zwei Wochen hatte die Provinzbehörde eine Kampagne gestartet, bei der mehr als 300 000 Kinder gegen das Virus geimpft werden sollten. Das Innenministerium der Provinz setzte die Aktion am Mittwoch vorübergehend aus. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch verurteilte die wiederholten Angriffe auf Polio-Impfteams scharf. Radikale Islamisten wie die Taliban glauben, die Impfungen seien Teil einer Verschwörung des Westens und dienten dazu, Muslime unfruchtbar zu machen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO haben sich in diesem Jahr weltweit 291 Menschen mit dem Virus angesteckt - davon 246 in Pakistan. Kinderlähmung ist in den meisten der Ländern der Welt ausgerottet.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.