Klitschko ruft zu Streiks in der Ukraine auf

+
Vitali Klitschko.

Kiew - Der ukrainische Oppositionsführer Vitali Klitschko (42) hat bei einem neuen Massenprotest in Kiew zu landesweiten Streiks aufgerufen.

„Wir beginnen mit einem kurzen Warnstreik. Wenn die Regierung uns nicht erhört, dann wird er erheblich länger werden“, kündigte der Boxweltmeister am Sonntag vor mehreren zehntausend Demonstranten auf dem Unabhängigkeitsplatz in der Hauptstadt an.

Es war die erste große Kundgebung der prowestlichen Opposition im neuen Jahr nach langen Feiertagen. Die Gegner von Präsident Viktor Janukowitsch fordern in der Ex-Sowjetrepublik vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen.

Der Oppositionspolitiker Arseni Jazenjuk von der Partei der inhaftierten Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko forderte die USA erneut zu Sanktionen gegen Regierungsmitglieder auf. Vor allem Innenminister Witali Sachartschenko sei verantwortlich für brutales Polizeivorgehen gegen Demonstranten, sagte Jazenjuk.

Seit dem 1. Dezember sind das Zentrum von Kiew und mehrere Verwaltungsgebäude von Regierungsgegnern besetzt. Janukowitsch hatte Ende November 2013 nach russischem Druck auf eine EU-Annäherung verzichtet. Seitdem protestieren täglich Tausende Menschen in der Millionenmetropole für einen Westkurs und gegen die Führung.

dpa

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.